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Grund vorliegt, hier die Prioritätsregel aufzugeben — der von SE-
warp 1910 (S. 496) angeführte (»long established usage») ist natür-
lich unhaltbar — soll die zuerst von Warp gegebene Kombination
(siehe FONTAINE 1899), Weichselia reticulata (Stokes et Webb) Ward,
angewendet werden. Über die Gattungsbenennung besteht dagegen
nunmehr keine Meinungsverschiedenheit.
Der Stamm von Weichselia ist von BoMMER untersucht worden,
und es wird hier daher auf diesen Verfasser verwiesen. Nur so
viel dürfte in diesem Zusammenhang zu erwähnen sein, dass nach
dem genannten Forscher der Stamm — obwohl er in gewissem
Grad an denjenigen eines dikotylen Baums erinnerle — doch in
seinem analomischen Bau von diesem deutlich verschieden gestaltet
war.
Auch der Querschnitt des Blattstiels wurde von BomMER unter-
sucht. Hier konnte eine gewisse Ähnlichkeit mit Matonia peclinala
h. Br, einem in der Jetztzeit indomalayischen Farn, konslatiert
werden.
Vom oberen verbreiterten Ende des Blattstiels gehen nach Bow-
MER die Blattfiedern erster Ordnung aus. Auch hier liegt eine gewisse
Analogie mit Matonia vor. Über die Natur der Verzweigung der Achse
kann ich mich leider nicht aussprechen, da mir entsprechendes
Material nicht zugänglich war. Die Rekonstruktion Bowwzns (Fig.
11) genügt nicht, um diese Frage zu lósen.
Die Fiedern letzter Ordnung sind an beiden Seiten der verhält-
nismässig dicken Fieder vorletzter Ordnung in im allgemeinen et-
was ungleicher Hóhe inserierl, sitzen also einander nicht ganz ge-
rade gegenüber (Fig. 1). Sie beginnen mit einer breiten, geraden
Basis und enden mil einer stumpfen Spitze, die ein wenig aufwärts
gebogen ist. Auch die ganze Fieder letzter Ordnung ist schief auf-
würts gerichtet, so dass ihr deutlicher Mittelnerv also einen Winkel
von weniger als 90? mit der Spindel bildet.
Sehr eigentümlich und für Weichselia charakteristisch ist ferner,
dass die Fiedern lelzter Ordnung nicht in ungefáhr derselben Ebene
liegen; vielmehr bilden die Oberseiten jedes »Paares» einen Winkel
von weit weniger als 180? miteinander. Dieses Verhältnis zeigen
besonders schón einige Exemplare aus Quedlinburg in Deutschland,
die der Paläobotanischen Abteilung des Naturhistorischen Reichs-
museums zu Stockholm gehóren.
Die Nervatur ist früher von SEwanp (1900 u. 1910) schematisch
wiedergegeben. Da die Fiedern letzter Ordnung der mir zu Gebote
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