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malische Stellung von Thinnfeldia von einem gewissen Interesse.
Auch was diese Gattung betrifft, ist unsre Kenntnis von den Frukti-
fikationsorganen so mangelhaft, dass wir die Klassifizierung auf
vegetative Merkmale zu basieren suchen müssen, so weit dies
überhaupt tunlich ist. ANTEvs sucht nun durch Untersuchung der
Kutikula der Blätter, besonders der Spaltöffnungen, wenn möglich
die Stellung der Gattung Thinnfeldia im System aufzuklären. Er
vergleicht die von PorschH aufgestellten Spaltóffnungstypen, den
Pleridophyten-Typus und den Gymnospermen-Typus, und glaubt
bezüglich des ersteren die Definition Ponscus mit dem folgenden
Satze vervollständigen zu können: »Die Schliesszellen liegen ferner,
so weit ich habe finden können, immer in gleicher Höhe wie die
Epidermis, da diese niemals eine solche xerophile Ausbildung hat,
dass ihre Herabsenkung eine Notwendigkeit für ihre Funktion wird»
(Antevs S. 19). Diese Behauptung ist indessen unrichtig. Es gibt
nämlich bei gewissen Farnen eine deutlich xerophile Ausbildung,
die im grossen und ganzen dasselbe Prinzip erkennen lässt, wie es
bei den rezenten Gymnospermen zum Ausdruck kommt. Dies trilt
beim Betrachten einiger von GIESENHAGEN (S. 81) mitgeleilter Figu-
ren deutlich hervor. .Wir sehen hier, dass bei gewissen Niphobo-
Ius-Arten die Schliesszellen weit unter dem Epidermisniveau (zuwei-
len bis zur Tiefe einer ganzen Zellschicht wie es bei den rezenten
Gymnospermen am öftesten der Fall ist) herabgesenkt sind (bei
N. spissus Willd. und confluens R. Br.); ausserdem sind die Wände
der Epidermiszellen, besonders bei Niphobolus confluens, stark ver-
dickt. Dass man aber auch hier den Pteridophyten-Typus erkennt,
wie er von PonscH geschildert ist, soll nicht in Abrede gestellt
werden.
Wahrscheinlich wird man xerophile Ausbildung der Spaltöll-
nungen auch bei anderen Farnen antreffen können.
Hiermit ist gezeigt, dass die Auffassung ANTEvs’, dass Thinnfeldia
nicht zu den Pleridophyten gehört, sich kaum durch den xerophy-
lischen Bau ihrer Spaltóffnungen motivieren lässt. Der andere
Hauptgrund AwTEvs’ (S. 18): »der vollständige Mangel an undispu-
lablen Sori», welchen er »als einen besonders schwerwiegenden»
ansieht, mag dann gelten was er kann.
Kehren wir nun zu Weichselia zurück. Aus der obigen Diskus-
sion geht hervor, dass man die xerophile Ausbildung ihrer
Spaltöffnungen nicht ohne weiteres als Beleg für die Auf-
fassung, dass eine gewisse fossile Pflanze ein Nicht-Farn
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