- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 13. 1919 /
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solche, so viel ich weiss, nur bei gewissen xerophilen Formen,
einigen Niphobolus-Arten, die von GIESENHAGEN untersucht sind,
finden. Sowohl was die Flächenansicht wie der Querschnitt des
Spaltóffnungsapparats betrifft, zeigle Weichselia wahrscheinlich ‘ein
an gewisse xerophile Niphobolus-Arten erinnerndes Aussehen (siehe
GIESENHAGEN S. 81 und 84). Ob die Weichselia-Spaltóffnungen auch
bezüglich der Form und Anheflung der Schliesszellen mil Niphobolus
übereinstimmten, muss ich dahingestellt sein lassen. —

Die Frage von der systematischen Stellung der Gattung Weichselia
ist schwer zu entscheiden. BOMMER sagt (S. 6): »La structure du
petiole et de la tige, la mode de division de la fronde el jusqu’à
un certain point l’organisation du synange! offrent des analogies
evidentes avec les Matoniacées et il parait certain, que Weichselia
se rattache à ce type de Fougéres. L’ensemble de ces caractéres
rapelle aussi, quoique d’une maniere beaucoup plus vague, l’organi-
sation des Marattiacées.» Er hält es doch nicht für unwahrschein-
lich, dass Weichselia zu den Pteridospermen zu rechnen ist, was in-
dessen vorläufig nicht entschieden werden kann. Dazu ist unser
Kenntnis von den Fortpflanzungsorganen dieser Pflanze noch allzu
lückenhaft.

SEWARD Sagt in seiner Arbeit »Fossil Plants» (vol. II, S. 496): »It is
by no means certain that Weichselia Mantelli (= W. reliculata; siehe
oben) is a true fern; no satisfactory evidence of fructification has
been adduced. — The broad and strong rachis is comparable with
that of a Cycadean leaf and the thick lamina suggests a plant of
xerophilous habit» Die Auffassung SEwanps betreffs der Xero-
philie ist wohl durch meine Untersuchung der Fiedern letzter Ord-
nung als bestätigt anzusehen. Denn die Sukkulenz derselben, die
Verteilung der Spaltóffnungen und die wahrscheinlich unter das
Niveau des Blattes im übrigen herabgesenkte Lage der Schliesszellen
sind als xerophile Charaktere aufzufassen. Sie stehen offenbar mit
dem Bedürfnis nach Transpirationsschutz im Zusammenhang.

Meiner Meinung nach hat man bezüglich der syslematischen
Stellung von Weichselia nur zwei Alternative — Farn oder Samen-
farn — in Betracht zu ziehen, sofern man nicht eine neue Klasse
konstituieren will, was wenigstens vorläufig in Anbetracht unsrer
unvollständigen Kenntnis von dieser Gattung nicht opportun sein
dürfte.

In diesem Zusammenhang ist Antevs’ Diskussion. über die syste-

’ Sehr unvollständig bekannt.

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