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dem zweiten, rein synthetischen Weg eine gewisse Divinalionsgabe,
oder eine unendliche Geduld zum Durchprobieren aller möglichen
Waldschwämme, bis man den richtigen findet. Den letzten Weg
hat Fucus versucht, ohne einen Erfolg verzeichnen zu können.
‘Sicher wird die Frage in vielen Fällen leichter auf dem vorletzten,
divinatorischen Wege zu lösen sein.
Es sind solche Gesichtspunkte, die mich dazu bewogen haben, in
aller Kürze auf das bemerkenswerte spezialisierte Parellelvorkom-
men von gewissen Boleten und Nadelbäumen hinzuweisen. Den
direkten Anlass dazu bildete eine Beobachtung von zwei solchen
Fällen, die meines Wissens vorher nicht bekannt waren.
Um mit einem bekannlen, und zwar dem prágnantesten Fall zu
beginnen, so findet man bekanntlich nie und nirgends den Lärchen-
róhrling, Boletus elegans, ausser als Begleiter der Lärche. Wohl
aber kann man ihn schon in Baumschulen von Lärchen finden, wo
eine Bildung von einem speziellen Lärchenhumus durch abgefallene
Nadeln etc. nicht ersichtlich ist. So z. B. fand sich im Herbst
1919 dieser Pilz in einer der Forstakademie Schwedens zugehórigen
Baumschule, die 1916 gepflanzt worden war, und zwar in den
Quarlieren mit Larix europaea, sibirica und leptolepis.
Für Boletus Boudieri wird von QuÉrLET, dem Autor des Namens,
angegeben, dass er sich unter Pinus halepensis findet (sous le pin
d’Alep). Später gibt derselbe Autor an, dass der Pilz auch unter
Pinus Pinaster und in zwei Fällen (nicht von ihm selbst) »méme
sous le sapin» gefunden worden ist. Von der nahe verwandten
Art Boletus piclilis sagt QuÉLET, dass er »ne se trouve, dans le Jura
et les Vosges, que sous le pin strobus». Über spätere Bestätigungen
dieser Angaben, siehe z. B: »Puk», 3, 1920, S. 177, 257.
Meine eigenen Beobachtungen betreffen Boletus luteus. Ich hielt
mich vor zwei Jahren im September an der zoologischen Station
Kristineberg, in der Nähe von Lysekil an der Westküste Schwedens,
auf. In dieser Küstengegend kommen Nadelbäume äusserst spärlich
vor. In der Nähe der Station hat man aber vor wenigen Jahren
vielfach Bergkiefer (Pinus montana) gepflanzt. Der Direktor der
Station, Dr. HJ. ÖSTERGREN, machte mich nun darauf aufmerksam,
dass Boletus luleus in Menge in den Bergkiefernkulturen vorkommt,
sonst aber in der Gegend nur spärlich in den recht vereinzelten
kleinen natürlichen Kiefernbeständen auftritt, also praktisch fehlt.
Es verhält sich in dieser Gegend der Butterpilz zu der Bergkiefer
fast wie anderswo B. elegans zu der Lärche. In den Bergkiefern
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