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dass der nächste Teilungsschritt — also der zweite — nichtsimultan
von beiden Kernen gemacht wird, was durchgängig der Fall gewesen
wäre, wenn das Endosperm dem gewöhnlichen nuklearen Typ gefolgt
wäre. Nun teilt sich indessen der obere, im Wandplasma des Em-
bryosacks eingebettete Kern (Fig. 1 b). Der basale dagegen ver-
bleibt vorläufig ungeteilt; auf der frühesten Teilungsstufe dieses
Kerns zählt die nukleare Endospermpartie bereits 32 Kerne.
Zu dieser Zeit (Fig. 1 b) ist die Verschmelzung des Eikerns und
des Spermakerns auch nicht ganz vollendet; es sind noch zwei
Nukleolen sichtbar. Dies beweisst indirekt, dass die ersten Teilungen
ausserordentlich rasch nach der Befruchtung erfolgen. Schon wenn
sich die beiden Kerne des nuklearen Endospermabschnitts nach der
ersten Teilung in der Interkinese befinden, ist das Verschmelzen
der Kerne in der Eizelle vollendet (Fig. 1 c).
Die Weiterentwicklung des nuklearen Endospermabschnitts pas-
siert das Zwei- bzw. Vierkernstadium (Fig. 1 c, 2 a) ohne irgend
welche Veränderung im Aussehen des Embryosacks. Während der
Vorbereitungen zum Achtkernstadium macht sich allmählich eine
Anhäufung von Plasma um den noch ungeteilten Embryo herum
merkbar. Der mikropylar gelegene der ‘vier Kerne macht regel-
mässig die Teilung in diesem Plasmaklumpen durch, der sowohl
hinsichtlich der Farbenspeicherung als auch der Dichtigkeit immer
mehr hervortritt. Die beiden hier abgebildeten Kerne (Fig. 2 c)
sind durchgängig etwas grösser als die übrigen. Das Plasma des
Embryosacks ist sonst äusserst spärlich und nur auf einen dünnen
Wandbelag beschránkt.
Der oben beschriebene Plasmazuwachs in dem mikropylaren Teile
des Embryosacks und um den Embryo herum ist jedoch nur eine
vorübergehende Erscheinung. Sobald der Embryo eine gewisse
Differenzierung erfahren hat, ist schon der Unterschied zwischen
dem mikropylaren Endosperm und dem Wandendosperm verwischt; |
auch die Endospermkerne haben jetzt dieselbe Grösse.
In dem basalen Endospermabschnitt erfolgt, wie gesagt, die
Kernteilung nicht gleichzeitig mit den Teilungen der übrigen Endo- |
spermpartien. Die erste Vermehrung der Kernanzahl tritt erst
dann ein, wenn das nukleare Endosperm schon recht viele Kerne
enthält (Fig. 3 a). Allmählich nimmt jedoch die Zahl der Kerne
zu, während zugleich das Plasma der Basalpartie sich verdichtet.
Immer mehr nähert es sich der endgültigen Form, in der es sich
sogar noch in der reifenden Samenanlage befindet (Fig. 3 b). Ich
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