- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 16. 1922 /
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wird nämlich in erster Linie durch die Resistenzpartien im Inte-
gument hervorgerufen.

In bezug auf die Rumination des Endosperms möchte ich vier
Haupttypen unterscheiden:

1. Den Torreya-T ypus, wo sich das Endosperm sua sponte ungleich-
förmig in das umgebende Gewebe hineinfrisst (CouLTER and LAND 1905).

2. Den Spigelia-T y pus. Die Rumination ist präformiert durch Ent-
wicklung von besonderen resistenten Teilen im umgebenden Gewebe, welche
vom heranwachsenden Endosperm nicht resorbiert werden kónnen. —
Einen Übergang zum Typus 3 finden wir bei gewissen von VoicT (1888,
S. 174) untersuchten Anonazeen. Das Integumentgewebe bildet hier zuerst
Fortsätze in den Nuzellus hinein (wir erhalten somit einen ruminierten
Nuzellus), zwischen welche spáter das Endospermgewebe eindringt, indem
es die Nuzelluszellen resorbiert. Ein ähnliches Verhalten haben wir nach
KRATZER (1918, S. 313) bei einigen Passiflorazeen (Passiflora, Adenia und
Paropsia).

3. Den Calamus-Typus. Hier wird das das Endosperm umgebende
Gewebe der direkt angreifende Teil und wächst in das Endosperm hinein.
— Bei Calamus (Voısr 1888) dringen Fortsätze vom Integument in den
Nuzellus, und nachdem dieser resorbiert worden ist, weiter in den Embryo-
sack hinein, welcher noch freie Kerne hat. Das Endospermgewebe muss
infolgedessen ruminiert werden. — Bei Verbascum entsteht die Rumination
nur durch eine ungleichförmige Vergrösserung der Tapetenzellen des
Integuments (Scuwrp 1906, S. 9).

4. Den Coccoloba-T y pus. In gewissen Fällen scheint das Endosperm
zusammen mit dem umgebenden Testa-Gewebe ungleichförmig in Loben
auszuwachsen. Diesen Typus kann man sich ja auch mit den anderen
kombiniert denken. — Bei Coccoloba populifolia hat Linpau (1891, S. 278)
gefunden, dass Hohlräume in der Fruchtwand entstehen, in welchen die
Samenanlage später Aussackungen bildet.

Ein ruminierendes Endosperm scheint bei den Sympetalen ziem-
lich selten zu sein. Ich kenne es, mit Ausnahme von Spigelia und
Verbascum, nur bei Vertretern der Myrsinaceae (siehe DAHLGREN
1916, S. 41), Ebenaceae (GÜRKE 1891) und Apocynaceae (SCHUMANN |
1895).

Bei Spigelia splendens ist besonders bemerkenswert das Aussehen |
der Endospermzellen an der Plazentaseite, wo die hauptsächliche
Nahrungszufuhr stattfindet. Die Zellen sind nämlich in radialer
Richtung stark verlängert (Fig. 7). Namentlich die peripheren
Endospermzellen haben in reiferen Samen ziemlich dicke Zell-
wände. Aleuronkörnchen sind zahlreich vorhanden. — Die Samen- |
schale ist ausschliesslich von der Epidermis gebildet, deren Zellen
die obenerwähnte eigentümliche Struktur haben.

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