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derselben zu leben, wenn er aber genügend virulent ist, entwickelt
er sich in grosser Ausdehnung auch innerhalb der. Zellen, wo
allmählich eine Verdauung stattfindet. In diesem Falle ist die
Ähnlichkeit mit der endotrophen Mykorrhiza sehr gross, und man
könnte sogar sagen, dass zwischen den beiden Typen nur ein
Gradunterschied vorliegt. Das Hartigsche Netz entspräche also den
Pilzwirtzellen der endotrophen Mykorrhiza.
Schliesslich ist es aber auch denkbar, dass der Pilz so hoch-
virulent wäre, dass er von der enzymatischen Tätigkeit der Zellen
nicht beeinflusst würde. Er lebt dann nur innerhalb der Zellen,
erzeugt aber keine Mykorrhiza (sensu stricto), sondern ist vielmehr
als Parasit zu betrachten.
II. Boletus elegans Schum. als Mykorrhizenpilz der Lärche.
a. Boletus elegans und die Lärche in der Natur.
Es ist schon lange bekannt, dass Boletus elegans in der Natur
nur unter Làrchen getroffen wird. Der erste, der in Schweden diese
Tatsache festgestellt hat, ist LINDGREN (1845). Seine Beobachtungen,
"ubi Larix ibi Boletus elegans”, die aus Västergötland in südlichem
Schweden stammen (I. c., S. 195), sind später von Fries (1861,
1874) bestätigt worden. Dieser sagt z. B. von Boletus elegans (1874,
S. 497): *In silvis tam frondosis quam acerosis....semper sub
Larice.^ Dieselben Angaben findet man aus mehreren europäischen
Ländern. In den neueren Pilzfloren ist auch diese Tatsache öfters
hervorgehoben worden, z. B. in MICHAELS Pilzwerk (1918, N:r. 33),
wo von B. elegans folgendes zu lesen ist: “Dieser Pilz gehört zu
denjenigen Pilzen, die streng an bestimmte Bäume gebunden sind
und zwar an die Lärchen. Er kommt nur unter diesen Bäumen
vor und zwar, soweit deren Wurzeln in den Boden auslaufen.
Man kann dieses Verhältnis als eine sogenannte Lebensgemeinschaft
bezeichnen.“
Da Boletus elegans an die Lärchen gebunden ist, muss er ver-
hältnismässig spät in Schweden eingewandert sein, weil die Lärche
erst seit etwa 150 Jahren bei uns kultiviert ist. Nach SCHOTTE
(1917) sind die ersten Lärchenpflänzchen (Larix europaea) im Jahre
1763 aus London eingeführt und in Halland (im südwestlichen
Schweden) angepflanzt worden. Die erste Lärchenpflanzung in
grösserem Masstabe wurde um 1789 auf dem Gute Koberg in
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