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Die Wurzel ist auch ziemlich schwach entwickelt, ihre Gesamt-
länge betrug nur 10 mm, und sie hatte nur wenige unverzweigte
Seitenwurzeln (von 0,5—3,5 mm Länge). Sie ist ganz von den
Fäden des zugeimpften Pilzes umsponnen, die von hier ausstrahlen
und dabei den umgebenden Sand ziemlich fest zusammenbinden.
Die Hyphen haben keine Stränge ausgebildet.
Die oberen Seitenwurzeln sind als Mykorrhizen ausgebildet, haben
aber nicht ganz das Aussehen einer typischen Mykorrhiza. Sie
ähneln vielmehr dem oben beschriebenen Typus des mittleren
Wurzelsystems der mit Boletus elegans geimpften Pflänzchen. Nur
in den basalen Teilen hatte sich das Hartigsche Netz entwickelt,
wo auch ein sehr dünner, nur aus wenigen, locker verflochtenen
Fäden bestehender Mantel vorhanden war. Das Netz ist als dickes,
pseudoparenchymatiches Gewebe ausgebildet (wie bei Typus I).
Im Inneren der Rindenzellen kommen vereinzelte, 2—3 u dicke
Fäden vor. Die apikalen Teile der oberen Seitenwurzeln sowie
auch die unteren Seitenwurzeln sind nur endophytisch infiziert.
Auch ist der Pilz in die Hauptwurzel hineingedrungen, und
zwar hauptsächlich intrazellular. Zwischen den Zellen ist nur
ausnahmsweise ein pseudoparenchymatisches Gewebe ausgebildet.
Stellenweise ist auch ein sehr dünner Mantel vorhanden.
Mycelium Radicis silvestris « scheint im grossen und ganzen den-
selben Mykorrhizatypus zu erzeugen wie Boletus elegans. Es ist
aber offenbar, dass jenes die Wurzeln weniger leicht als dieser
angreift. Nach 2’/s Monaten hatte B. elegans schöne, typische
Mykorrhizen entwickelt, während M. R. silvestris « nach 7 Monaten
noch keine als Mykorrhizen ganz und gar umgebildete Seitenwur-
zeln erzeugt hatte. Diese Tatsache kann folgende Ursachen haben. Das
zur Impfung benutzte Stämmchen des «-Pilzes ist der Larix gegenüber
1) weniger virulent als Boletus elegans oder
2) mehr virulent als dieser.
Wenn der Pilz weniger virulent wäre, müsste er im Innern der
Wurzelzellen kaum gedeihen kónnen, oder wenigstens müsste er
kräftig nach den Interzellularen hin verdrängt werden. Dies
ist aber nicht der Fall. Ich finde es wahrscheinlicher, dass er der
Larix gegenüber hochvirulent und deshalb gegen die enzymatische
Tätigkeit der Zellen widerstandsfähiger ist. Folglich wird er we-
niger leicht aus diesen fortgedràngt.
Ob M. R. silvestris « auch in der Natur der Larix gegenüber die-
selbe Virulenz besitzt wie nach 2-jährigem Wachstum in Rein-
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