Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Sidor ...
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>
Below is the raw OCR text
from the above scanned image.
Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan.
Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!
This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.
193
rhiza stellt eine mutualistische Symbiosedar,
wo jeder der beiden Symbionten den anderen in
irgend einer Weise unterstützt. Die hierhergehören-
den Fragen werden in einer späteren Abhandlung genauer erörtert
werden.
Auch wenn Boletus elegans an anderen Nadelbäumen (hier durch
Pinus silvestris und Picea Abies vertreten) keine Mykorrhiza erzeugt,
ist es aber doch deutlich, dass er sich diesen gegenüber nicht in-
aktiv verhält. Er entwickelte sich in den Synthesenkólbchen, be-
sonders mit der Fichte zusammen, sehr kräftig, in die Seitenwur-
zeln hineindringend, hier aber nur im Innern der Zellen gedeihend.
Weshalb er nicht nach den Interzellularen hin gedrängt wurde,
dürfte entweder davon abhängen, dass er den Pflänzchen gegen-
über hochvirulent ist und daher von der enzymatischen Tätig-
keit der Zellen nicht oder kaum beeinflusst wurde, oder aber davon,
dass er zwischen den Zellen nicht gedeihen kann. Wie dem auch
sei, so ist es meines Erachtens wahrscheinlich, dass Boletus elegans
in diesem Fall als Parasit anzusprechen sei. Durch den Angriff
des Pilzes wird die Entwicklung der Wurzelhaare gehemmt, wo-
durch die nahrungsaufnehmende Oberfläche vermindert wird. Wahr-
scheinlich findet auch keine Verdauung der Hyphen innerhalb der
Zellen statt. Ob der Pilz in der Natur der Kiefer und der Fichte
gegenüber gleich virulent wie in den Reinkulturen ist, muss ich
noch dahingestellt sein lassen. Es ist mir aber wahrscheinlich,
dass er auch im Freien an diesen Bäumen eine Art Pseudomykor-
rhiza erzeugen kann.
V. Versuche, die Mykorrhizenpilze der Lärche zu isolieren.
Versuche, die Mykorrhizenpilze der Lärche in Reinkultur auf
analytischem Wege zu erhalten, habe ich auch gemacht. Die
Methode war dieselbe, die ich für Pinus silvestris und Picea Abies
ausexperimentiert hatte. Nach kurzem Sterilisieren wurden My-
korrhizenspitsen auf Platten (1,5% ; gar-Agar, 1% Glukose, 0,5 %
H,NCL, 0,1% KH,PO,, 0,01% CaCl, 0,025% MgSO,, 0,001 % FeCl,)
gebracht.
Das Material stammte aus einer 6-jährigen Lärchenanpflanzung
des Gartens der Schwedischen Forstakademie. Die Mykorrhizen
sind dunkel baunviolett gefärbt, mit einem glatten Hyphenmantel
13 — 22142. Svensk Botanisk Tidskrift. 1922.
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>