- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 16. 1922 /
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versehen. Der Pilzsymbiont ist — wenigstens hauptsächlich —
Boletus elegans, was ich aus folgenden Gründen schloss:

1) In der Anpflanzung kommt von Hymenomyzeten hauptsäch-
lich Boletus elegans vor;

2) die Mantelhyphen hatten keine Schnallen;

3) die in Feuchtkammer (Petri-Schalen) aufbewahrten Wurzeln
(mit vielen jungen Mykorrhizen) entwickelten nach einem Tage
einen kräftigen Boletus-Geruch.

Versuch I Am29. IV. — 24 frische Mykorrhizenstückchen auf
Agar-Platten (vgl. oben) gebracht.

Nach 6 Tagen: keine Pilze herausgewachsen; die Stückchen wur-
den dann auf Gelatine-Platten (mit 1% Mannit, sonst vorherige
Nährlösung) gebracht.

Nach 20 Tagen: 22 Stückchen noch immer steril; von 2 sind
aber Penicillium sp. und Monilia herausgewachsen.

Versuch II. Am 8. V. — 20 Mykorrhizenspitzen auf Agar-Plat-
ten (vgl. oben) gelegt.

Nach 6 Tagen: keine Pilze herausgewachsen; die Stückchen dann
zum Teil auf Mannit-Gelatine-Platten (vgl. oben), zum Teil auf
Glukose-Gelatine-Platten (dieselbe Nährlösung wie in den Agar-
Platten) gebracht.

Nach 16 Tagen: noch immer keine Mykorrhizenpilze hervorge-
kommen (von einer Spitze aber Penicillium sp.).

Die Versuche sind also negativ ausgefallen, der Mykorrhizenpilz
— im vorliegenden Falle wahrscheinlich Boletus elegans — hat sich
nicht aus den Mykorrhizen isolieren lassen. Woher dies kommt,
ist schwer zu sagen. Da die Sterilisierungsmethode dieselbe ist,
die ich mit Erfolg für Kiefer und Fichte (wie auch für Buche und
Eiche) verwendet habe, finde ich es sehr unwahrscheinlich, dass
die Mykorrhizen durch die Behandlung abgetötet worden seien.
Die Làrchenmykorrhiza hat ja auch einen dicken Pilzmantel, der
gegen die Sublimatlósung schützen müsste.

Ich finde es am wahrscheinlichsten, dass Boletus elegans im sym-
biotischen Zustand so verändert geworden ist, dass er nur mit der
grössten Schwierigkeit zum Herauswachsen aus den Mykorrhizen
zu bringen ist. Dass der Pilz aus Fruchtkórperstückchen auf künst-
lichem Nährboden hervorwächst, dürfte davon abhängen, dass er
anfänglich von dem mitgebrachten Stückchen Nahrung bekommt
und sich dadurch allmählich an das neue Substrat gewöhnen kann.

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