- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 16. 1922 /
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Pflänzchen dürfte eine grosse Liste der Waldmikroflora mitbringen, dabei
mit der grössten Wahrscheinlichkeit auch die Mykorrhizenpilze.

Der dritte Synthesenversuch ist in ähnlicher Weise ausgeführt worden
(Zeitschr. f. Gärungsphys., 1913, S. 273): “1911 wurden in sterilisierten
Moldausand drei einjährige, nichtsterilisierte Buchenpflanzen übertragen.
Die Samen, aus welchen sie hervorgegangen sind, wurden im unste-
rilisierten Sande zur Auskeimung gebracht und daselbst weiter kulti-
viert. Bei der mikroskopischen Kontrolle, welche vor der Infektion aus-
geführt wurde, ergab sich, dass einige von ihren Würzelchen von einem
schwarzbraunen Pilz befallen waren, welcher an ihrer Oberfläche ein
lockeres Fadengeflecht, aus dicken, schwarzen Hyphen bestehend, bildete. . .
Zwei Buchenpflanzen wurden mit einer aus Buchenmykorrhizen isolierten
Penicillium-Art infiziert...‘ Nach drei Monaten hatten sich Mykorrhizen
gebildet. *Die mikroskopische Untersuchung ergab, dass sie in dem Peni-
cillium-Myzelium ihren Ursprung gefunden haben (l. c. S. 274). Hierzu
bemerke ich: Es ist unmöglich, mikroskopisch zu ent-
scheiden, ob Penicillium oder ein anderer Pilz die
Mykorrhizen gebildet hatten. Die von PEKLo angeführten Tat-
sachen — massenhaftes Vorkommen von Penicillium-Sporen am Mantel
und bläuliche Farbe der Mykorrhizen — sind kein Beweis dafür, dass
Penicillium die Mykorrhizen erzeugt hätte. Es ist mir wahrscheinlicher,
dass die Mykorrhizenbildner von dem unsterilisierten Sande herrühren.

Diese drei Synthesenversuche sind so unkritisch
wie nur eben möglich ausgeführt. PEkro meint, sie “besta-
tigen“, dass Penicillium und Citromyces Mykorrhizenpilze seien, aber nichts
spricht dagegen, dass sich Mykorrhiza auch dann gebildet hätte, wenn er
statt Penicillium oder Citromyces irgend einen anderen beliebigen Pilz ein-
geimpft hatte. Er hätte die Versuche mit steril gezogenen
Pflänzchen und unter sterilen Verhältnissen ausfüh-
ren müssen, um ihnen irgend welche Beweiskraft bei-
messen zu kónnen.

Zusammenfassend möchte ich folgendes hervorheben: PEKLO hat aus
den Mykorrhizen u. a. Penicillium und Citromyces isoliert. Diese Pilze
kónnten saprophytische Bodenpilze, Parasiten, akzessorische Pilze des
Hyphenmantels oder Mykorrhizenpilze sein, was sich aber nur durch
Synthesenversuche entscheiden lässt. Die drei Synthesenversuche sind
aber nicht kritisch ausgeführt und haben deshalb überhaupt keine Beweis-
kraft. Durch die Untersuchungen von PEKLO ist folglich
kein Beweis dafür erbracht, dass Penicillium und Citro-
myces Mykorrhizenbildner — in Bóhmen! — seien.

Zuletzt möchte ich nur hinzufügen, dass auch bei meinen Isolierungs-
versuchen (an Kiefer, Fichte und Lärche) Penicillia sehr häufig heraus-
gewachsen sind, besonders wenn ich die Oberfläche der Mykorrhizen nicht
sterilisiert hatte. Synthesenversuche (die Methodik ist in Sv. Bot. Tidskr.,
Il. 2, 1922, beschrieben) haben aber gezeigt, dass sie keine Mykorrhiza
bilden.

Skogshógskolan, Mykologisches Laboratorium, Mai 1922.

Elias Melin.

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