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Sacke grösser als im achtkernigen. Diese beiden Platanthera-Arten
zeigen also dasselbe gelegentliche Auftreten sechskerniger Embryo-
säcke neben den normalen achtkernigen, wie die sehr variable
Gattung Gyrostachys (Pace 1914) und wie Orchis Morio (AFZELIUS
1916). Bei mehreren anderen Orchidaceae, und zwar Phajus grandi-
folius, Corallorrhiza maculata, Broughtonia sanguinea (SHarp 1912),
Chamorchis alpina und Oncidium praetextum (ArzELıus 1916) finden
sich ja konstant nur sechskernige Embryosäcke, und bei Epipactis
pubescens (BROWN und SHARP 1911)und Paphiopedilum insigne (AFZELIUS
1916) kommen nebst den achtkernigen in anderer Weise, nämlich
durch Spindelverschmelzung, entstandene sechskernige Säcke vor.
Ganz wie bei Gyrostachys gracilis und G. cernua (Pace 1914) und
Orchis Morio (ArzELIUs 1916) bleiben bei sowohl P. chlorantha als
auch bei P. obtusata vereinzelte Male die beiden letzten Teilungen
in der Embryosackbasis vollständig aus, so dass der Sack nur
fünfkernig wird (Fig. 2 e). Hierbei zeigt der Basalkern sehr früh
Anzeichen einer beginnenden Degeneration. Ein einziges Mal habe
ich bei P. obtusata gefunden, dass der Basalkern erst nach der
dritten und letzten Teilung am Mikropylarende die zweite Tei-
lung vollzogen hat (Fig. 1 d). Dieses führt jedenfalls zur Bildung
eines sechskernigen Sackes mit sehr spät ausgebildeter Antipoden-
region und ist wohl unzweifelhaft eine Folge der mehr oder we-
niger ausgeprägten Degenerationstendenz der Embryosackbasis.
Ab und zu findet man an der Embryosackbasis bei P. obtusata
nur zwei Antipoden. In einigen dieser Fälle hat die eine Anti-
pode einen viel grösseren Kern als die andere, und der Sack ent-
hält ausser den beiden Antipoden noch einen typischen, aus drei
Zellen gebildeten Eiapparat und zwei Polkerne. Wie dieses Ver-
halten zu erklären ist, geht aus Fig. 2 c hervor. Während die
Mikropylenregion ganz typisch vier Kerne zeigt, finden sich an
der Basis nur drei Kerne, zwei kleine und ein grosser. Die letzte
Teilung eines der Basalkerne des Vierkernstadiums ist ganz einfach
ausgeblieben, und wir haben also hier einen siebenkernigen Em-
bryosack, der nur zwei Antipoden ausbildet, da einer der kleinen
Basalkerne zum unteren Polkern wird.
Bei einigen anderen der Embryosäcke mit nur zwei Antipoden
sind die Kerne der letzteren gleich gross. Hier haben wir achtkernige
Säcke vor uns, bei denen der eine Antipodenkern, wohl sicherlich
der Bruderkern des unteren Polkerns, sich nicht als Antipoden-
zelle abgrenzt, sondern frei im Zentralplasma des Sackes liegen
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