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und schliesslich bis zur Mitte freien Kronenblättern; zum dritten
gehören L. Deckeni, “Tayloriana“ und "Gregoriana"; hier ist die
Krone durch einen dorsalen Längsspalt bis zur Basis geteilt, im
übrigen aber sind die Kronenblätter ganz zusammengewachsen;
hierzu fügt er den vierten, den L. Teleki-Typ, der durch sehr
lange, wollhaarige Brakteen gekennzeichnet wird.
Diese Einteilung der Arten durch BAKER scheint uns auch ziem-
lich natürlich. Indessen gibt das reichere Artmaterial, das nun-
mehr vorliegt, Veranlassung zur Aufstellung von ein paar neuen
natürlichen Artserien. Ausser den Merkmalen, die BAKER zur
Einteilung der afrikanischen Riesen-Lobelien heranzog, dürften
auch die Blätter, insbesondere deren Nervatur, sowie die Samen
von grosser Bedeutung sein. Leider sind diese letzteren noch nicht
bei allen Arten bekannt, aber in den Fällen, in denen uns solche
zugänglich geworden sind, haben sie sich als wertvolles Hilfsmittel
bei Beurteilung der wechselseitigen Verwandschaftsverhältnisse
der Arten erwiesen. Wir glauben nun, die uns bekannten 21
Arten in 6 Artserien einteilen zu sollen, deren wichtigere Unter-
scheidungsmerkmale hier angeführt werden mögen.
I. Die Deckenii-Gruppe bildet eine höchst natürliche
Artserie von einander recht nahestehenden Arten. Wir kennen
zur Zeit vier hierher gehörende: Deckenii, elgonensis, keniensis und
Sattimae, alle rein alpin. Möglicherweise kommt noch eine Art
auf dem Ruwenzori vor. Eine von Correst als Deckenii bestimmte
Lobelie ist nämlich dort auf der Expedition des Herzogs der
Abruzzen gesammelt worden. Ob diese zu irgendeiner bekannten
Art gehört oder eine neue darstellt, was wegen des Verbreitungs-
gebietes der bisher bekannten das Wahrscheinlichste ist, vermögen
wir jetzt aus Mangel an Material nicht zu entscheiden. Die Blätter
dieser Gruppe zeigen ein ganz charakteristisches Aussehen, das
sich jedoch mit Worten schwer wiedergeben lässt. In Ermangelung
besserer Namen möchten wir sie als “monokotyledon-gleich“ be-
zeichnen. Sie sind ziemlich gleichbreit, nach oben sich verschmä-
lernd und ganzrandig (oder infolge Vorkommens von Hydatoden
bisweilen schwach gekerbt); ihre Oberfläche ist glatt, die Seiten-
nerven sind + nach oben gerichtet und zweigen sich unter spitzem
Winkel vom Mittelnerven ab. Die Infloreszenz ist bei dieser Gruppe
dick und kräftig und mit sehr breiten, regelmässig angeordneten
Brakteen verschen, welche den Blütenständen das Aussehen riesiger
Tannenzapfen verleihen (vgl. Fig. 2). Die Blumenkrone ist weit,
25 — 22256. Svensk Botanisk Tidskrift. 1922.
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