- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 16. 1922 /
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montane und alpine Riesen-Lobelien mit Ausnahme von L. luk-
wangulensis kennzeichnend ist, dürfte mit dem in grösseren Höhen
herrschenden rauheren Klima in Zusammenhang gebracht werden
können. Die Longisepala-Blüte steht in allgemein morphologischer
Hinsicht der Blüte der Giberroa-Gruppe am nächsten, weshalb sich
die letztere leicht von der ersteren ableiten lässt; zur Deckenii-
Blüte zeigt sie keine nähere Beziehung. Die Unterschiede zwischen
den verschiedenen Blütentypen können indessen im ganzen nicht
als so durchgreifend bezeichnet werden, dass sie eine Herleitung
der Deckenii-Gruppe von denselben tertiären Stammeltern unmöglich
machten, aus denen die Arten der Giberroa-Gruppe entstanden sind.
Doch muss in der Entwicklungsreihe der ersteren Gruppe eine
grössere Anzahl Glieder ausgefallen sein als bei der letzteren. Dass
dies wirklich der Fall ist, geht daraus hervor, dass sämtliche Arten
der Deckenii-Gruppe so ausgeprägt alpin sind, dass keine einzige
ihren Standort unterhalb der Waldgrenze hat. Dagegen enthält die
Giberroa-Gruppe einerseits Arten, von denen eine, L. giberroa, eine
wenig ausgeprägte Bergp’ lanze ist (ihre niedrigsten natürlichen
Standorte liegen ca. 1500 m über dem Meere), eine andere, L.
Stuhlmannii, wirklich hochalpin ist. Zwischen diesen Extremen
nehmen die übrigen Arten der Gruppe Zwischenstellungen ein, so
dass die Gruppe auf den afrikanischen Bergen durch verschiedene
Arten von den allerniedrigsten Teilen des montanen Regenwaldes
an bis hinauf zu den hóchsten der Regio alpina vertreten ist. Die
wahrscheinlich nicht ganz natürliche Mildbraedii-Gruppe (vgl. L.
Rhynchopetalum) ist ihrer Phylogenie nach recht unklar. Sie ist
vom montanen Wald an bis hinauf zu den alpinen Hochebenen
vertreten. Gewisse Züge im Bau der Blüte und der Samen sowie
anderes könnten möglicherweise darauf deuten, dass wir es hier
mit in verschiedenen Beziehungen differenzierten Abkömmlingen
einer der ausgestorbenen Waldstammformen der Deckenii-Gruppe
zu tun haben. Die beiden Arten der Telekii-Gruppe sind, ebenso
wie die der Deckenii-Gruppe, rein alpin. Alle etwa einmal im
Regenwald oder der Bambusregion vorhandenen Verbindungsglieder
mit den Stammeltern der Deckenii-Gruppe sind also verschwunden.
Die Arten der columnaris-Gruppe nehmen — u. a. infolge des
Fehlens von "Bart" an der Spitze der beiden unteren Staubbeutel
— eine völlig isolierte Stellung ein; mit den zentral- und ostafrika-
nischen Riesen-Lobelien scheinen sie wenig gemeinsam zu haben.
Ihre Abstammung liegt einstweilen völlig im Dunkeln.

* *

*


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