- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 17. 1923 /
478

Table of Contents / Innehåll | << Previous | Next >>
  Project Runeberg | Catalog | Recent Changes | Donate | Comments? |   

Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Sidor ...

scanned image

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Below is the raw OCR text from the above scanned image. Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan. Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!

This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.

450

temperatur des Meerwassers war auch mehrere Grade über + 30° C.
Hier in Paumben war es, wo ich mit einer kleinen eigentümlichen
Alge Bekanntschaft machte, die ich während meiner Reise nur an
diesem Orte antraf, und die es mir später nie mehr gelungen ist,
an den Küsten des eigentlichen Ceylons wiederzufinden. Die kleine
Alge erwies sich bei genauerer Prüfung als eine Neomeris, diese
eigentümliche, zu den vertizillierten verkalkten Dasycladazeen, Klasse
Siphonocladiales, gehörige Gattung. Die Art war, wie sich heraus-
stellte, schon zuvor bekannt, nämlich Neomeris annulata Dickie.’
Der Fund dieser Pflanze am nördlichen Ende der Manaarbucht
hat indessen insofern sein Interesse, als die fragliche Pflanze nicht
zuvor von einem so weit nördlichen Fundort im Indischen Ozean
her bekannt ist. Aus diesem Ozean ist sie nämlich bisher bekannt
von Mauritius und von Tamatave an der Ostküste Madagaskars
sowie ferner von verschiedenen Plätzen im indomalaiischen Archi-
pel her. Auf die geographische Verbreitung werde ich indessen
später in einem besonderen Kapitel zurückkommen.

Neomeris annulata wuchs bei Paumben ungefähr an der Ebben-
marke. Der Unterschied zwischen Ebbe und Flut ist hier nicht
gross, kaum mehr als !/2—"/i m. Die Alge wurde nie während
der Ebbe trockengelegt, vielmehr wurde sie, im Korallensande und
Kiese wurzelnd, ständig von dem Wogenschwall überspült. Der
Standort war zwar nicht völlig geschützt, andererseits aber ver-
hinderten die zahlreichen längeren, davor liegenden Bänke und nie-
drigen Koralleninseln, dass ein ungestümer, schwerer Seegang dort
entstehen konnte.

Das Studium dieser kleinen eigentümlichen Algenformen bietet

einen ganz besonderen Reiz. Einerseits zeigt ja die fragliche Gat–

tung eine Organisation, die im Pflanzenreiche ziemlich einzigda-

stehend ist: ihr zierliches, feines Kalkskelett mit den “Facetten” |
und dem eigentümlichen Haarbüschel an der Spitze (vgl. Fig. 1);

ihre Entwicklung mit Verlegung des "Ruhestadiums’" in eine Periode
vor der Befruchtung, im Zusammenhang mit ihrer eigentümlichen
l Wie schon Sorws-LaumacH (1892, S. 62) bemerkt hat, ist die fragliche Pflanze

den Nomenklaturregeln gemäss N. annulata Dickie und nicht N. Kelleri Cramer
zu nennen, wie dies CRAMER auch in seinen spáteren Veröffentlichungen tut, trotz-

dem er sich dort von der Identität der von ihm beschriebenen Pflanze mit der
Dickies überzeugt hat. Die von OLTMANNS in seinem Algenbuch (1922, S. 370) in|
Fig. 240:1 gelieferte Abbildung einer Sprossspitze einer Neomeris ist somit als.

zu N. annulata, nicht als zu N. Kelleri, wie in dem genannten Handbuch steht, |
gehórig zu bezeichnen!

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Project Runeberg, Sat Jun 15 16:21:41 2024 (aronsson) (download) << Previous Next >>
https://runeberg.org/svbotan/17/0492.html

Valid HTML 4.0! All our files are DRM-free