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Wenn wir etwas ältere Mykorrhizenteile untersuchen, finden wir,
dass die Eiweisshyphen vollständig degeneriert haben. Die Dege-
neration findet zuerst in der Verdauungsschicht statt. Der Zweig-
büschel oder die losgelösten Zweige werden von einer dicken
Zellulosewandung umgeben und gleichzeitig das Protoplasma
und die Kerne verdaut (Fig. 5 c). Schliesslich lässt sich der
Inhalt überhaupt nicht mehr färben, und man sieht dann nur
die Zellulosewandungen in den Wirtzellen liegen. Auch die dicken
Hyphen der Palisadenzellen werden allmählich verdaut, um diese
herum wird aber keine Zellulose ausgeschieden, sondern ihre Wan-
dungen fallen zusammen. In den älteren Mykorrhizenteilen sind
daher die Reste der Eiweisshyphen in diesen Zellen schwer zu
entdecken.
Die Haustorienhyphen nonin dagegen auch in den älteren
Mykorrhizenteilen vor, besonders in der V erdauungsschicht, in deren
Zellen sie sogar zahlreicher als vorher leben. In der Palisaden-
schicht werden sie zum grossen Teil fragmentiert, und man findet
die oben erwähnten, traubenähnlichen Anhäufungen häufiger als
in den jüngeren Zellen. Es ist bemerkenswert, dass die Haustorien-
hyphen in den älteren Teilen der Verdauungsschicht oft von einer
Zellulosewandung umgeben werden, und zwar an der Stelle wo sie
in die Zellen eingedrungen sind (Fig. 5 d). Diese Erscheinung
deutet darauf hin, dass der Protoplast noch lebendig und tätig ist.
Nach dem anatomischen Bau zu schliessen findet ein Nährstoff-
austausch zwischen den beiden Symbionten statt. Ohne Zweifel
werden die eiweissreichen Hyphen durch die enzymatische Tätig-
keit der Wurzelzellen verdaut. Die Kerne der Wirtzellen sind sehr
chromatinreich und zeigen nicht einmal dann irgendein Zeichen
zum Absterben, nachdem sich die Zellulosewandungen um die Zweig-
büschel herum gebildet haben.
Durch die Haustorienhyphen scheint in der ersten Linie der Pilz
ernührt zu werden, teilweise werden sie aber von den Wirtzellen
verdaut.
Augenscheinlich findet auch ein Austausch zwischen dem Har-
tigschen Netz und den Palisadenzellen statt, was schon daraus her-
vorgeht, dass ihre Protoplasten lebendig sind (vgl. MELIN 1923 a).
Es kommen oft in der Literatur Angaben vor, dass die Zellen des
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