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direkt von den aseptisch geöffneten Kapseln auf die Platten gebracht.
Die Birkensamen keimten nach drei bis fünf Tagen, die Espensamen
aber schon nach 4 Stunden (vgl. LAGERBERG 1922). Beide mussten
etwa eine Woche auf den Platten liegen bleiben, wodurch ich
daran sicher sein konnte, dass die benutzten Keimlinge wirklich
aseptisch waren. Ihr Entwicklungsstadium zu dieser Zeit geht aus
Fig. 7 hervor, in der eine Woche alte, auf der Agarplatte wach-
sende Espenkeimlinge abgebildet sind.
Die Birkensamen (Betula pendula) stammen aus der Samenfirma
JOHANNES RAFN in Kopenhagen, die Espensamen habe ich selbst in
Sigtuna im mittleren Schweden eingesammelt.
Die Pflànzchen entwickelten sich in den Kólbchen ziemlich gut,
die Birken aber ein wenig besser als die Espen. Wegen ungenü-
gender Lichtmenge — sie konnten selbstverständlich kein direktes :
Sonnenlicht haben — wurden beide etwas etioliert. In Fig. 8 sind
zwei Birken nach der ersten Vegetationsperiode abgebildet.
Die Wurzeln entwickeln sich sehr gut. Wie an Kiefer und Fichte
(MELIN 1923a) haben sich an nicht geimpften Birken und Espen
keine ausgesprochenen Kurzwurzeln gebildet. Die Saugwürzelchen
sind sehr dünn (um 0,1 mm herum dick) und überaus dicht mit
Wurzelhaaren besetzt.
1. Versuche mit Boletus seaber Bull.
Boletus scaberin Reinkultur. Die Hyphen wachsen nach
3 bis 5 Tagen sehr dicht aus den aufgelegten Fruchtkörperstückchen
hervor. Als Substrat eignet sich am besten Malzagar oder Malz-
gelatine, weniger gut Malzextrakt allein." Der Zuwachs ist anfäng-
lich sehr langsam, und die Hyphen vermeiden sogar den Agar-
oder Gelatineboden, weshalb während der ersten 14 Tage nur von
den Fruchtkórperstückchen ausstrahlende, weisse Fäden zu sehen
sind. Allmählich hat sich aber der Pilz an das neue Substrat
akkomodiert, und nach einem Monat haben sich Kolonien von zirka
10 mm Durchmesser gebildet. Die Tochterkolonien entwickeln
sich noch etwas besser und erreichen nach einem Monat auf Malz-
agar oder Malzgelatine einen Durchmesser von zirka 15 mm. Etwa
nach dieser Zeit stellen sie aber ihr Wachstum ein und sterben
dann ab, augenscheinlich wegen schädlicher Abbauprodukte. Auch
- Füntprozentiker Malzextrakt (Liesic); pH = 5; die Agar- und Gelatinebóden
aus dprozentigem Malzextrakt bereitet.
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