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schliesslich ein Myzel, das er für seiner Natur nach zweikernig
ansieht, obgleich Verschiedenheiten in der Kernzahl konslalierl
wurden, indem 1- und 3kernige Zellen den 2kernigen beigemengl
in einer und derselben Hyphe gefunden wurden. Folgende Zahlen
geben die Kernanzahl in den aufeinander folgenden Zellen von fünf
verschiedenen Hyphenteilen wieder: 3—1—2; 2—2—-2—3—2—2-
2—1; 29—3—3—3—3—2—2; 2—2—1; 3—2—1.! Für diese Unre-
gelmässigkeiten schlägt er folgende zwei Erklärungen vor. Wenn
eine Skernige Zelle an eine Ikernige grenzt, kann dieses aul un-
gleicher Verleilung der 4 Tochterkerne beruhen, die sich durch
konjugierte Teilung in einer 2kernigen Zelle bilden. Anderenfalls
kann ansenommen werden, dass nur der eine Kern des Paares sich
geleilt hat. Mehr als 3 Kerne hat Kursanoy nie in Myzelzellen
gefunden.
In älteren Blattanlagen findet man nach KunsaNov Spermogonien,
bestehend aus nur Ikernigen Zellen. Das Myzel ist aber immer
noch zum grössten Teil aus 2kernigen Zellen zusammengeselzl,
sogar in unmittelbarer Nähe der Spermogonien. Im voll ausge-
bildeten Blalt besteht dagegen die Hauplmasse des Myzels aus Iker-
nigen Zellen. Kursanov hal sich keine bestimmte Ansicht darüber
gebildet, ob die beiden Myzelien stets neben einander vorkommen,
oder ob die Ikernigen Zellen später hinzukommen und daher als
‘
"des produils secondaires" anzusehen sind.
Kunsanov beslütigl OLıves Angabe, dass in den primären Uredo-
anlagen die ursprünglich. vorhandenen Ikernigen Zellen verdräng!
werden von 2kernigen, die von unten eindringen und allein an
der Sporenbildung teilnehmen. |
Die geschilderten eigenlümlichen Verhältnisse fordern Untersu-
chungen an anderen Rostpilzen mit perennierendem, dilfusem Myzel.
Ein solcher Pilz ist Trachyspora Alchemillae, der später beschrieben
werden soll, bei dem indessen das ganze dilfuse Myzel nach meiner
Überzeugung als einkernig gelten muss. Ein anderer ist Puccinia
Tragopogt, der im folgenden zu besprechen ist.
Die zu diesem Rostpilz gehörigen Äzidien treten auf oder annä-
hernd auf der ganzen Blattfläche der Wirtpflanze zerstreut au! und
machen den Eindruck, als durchzöge das Myzel die ganze Pflanze,
was sich bei der Untersuchung auch als richlig erwiesen hat. Die
’ Man muss Kursanovs Glück bewundern, dass er auf einem Mikrotomschnitt
bis zu 8 Zellen der einer Hyphe hat verfolgen können. So etwas war bei den
von mir untersuchten Pilzen undenkbar.
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