- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 18. 1924 /
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Weiter scheinl mir der Umstand, dass bei den höchst entwickelten,
mit einem Peridium versehenen Äzidien die verschmelzenden Zellen
am wenigsten von gewöhnlichen vegetativen Zellen abzuweichen
pflegen, für eine fortschreitende Reduktion des Sexualprozesses zu
sprechen.

Auf Grund der oben angeführten Gesichtspunkte meine ich, dass
der Vorgang des Uberganges von der 1kernigen zur 2kernigen
Phase als ein Ersatz für einen ehemals wirklich vorhanden gewe-
senen Befruchtungsvorgang anzusehen ist, bei welchem die Sper-
matien als männliche Zellen fungierten. Die beim jelzigen Vorgang
mitwirkenden Zellen sind bei den stärker modifizierten Entwick-
lungsformen für rein vegelaliv anzusehen, aber bei den primiliveren
kann die Auffassung, als seien sie weibliche Zellen, nicht ganz von
der Hand gewiesen werden.

WIE SIND DIE VERSCHIEDENEN SPORENFORMEN DER ROSTPILZE
ENTSTANDEN?

Da man nalürlich nicht voraussetzen kann, dass die Stammfor-
men der Rostpilze schon alle die Arten von Sporen besassen, die
man bei den heute lebenden Uredineen antrifft, ist oft genug die
Frage diskutiert worden, inwiefern eine der jetzt vorkommenden
Sporenformen für älter als die übrigen angesehen werden könnle.
So stellte Dieter (1899, S. 115) die Hypothese auf, die ursprüng-
lichen Rostpilze hätten nur Teleutosporen gehabt. Diese Ansicht
ist später auf Grund zytologischer Erwägungen von CHRISTMAN (1907,
S. 96) und Orive (1911 b, S. 141) angenommen worden. Diese Forscher
gehen von dem Gesichtspunkt aus, dass der Gamophyt als die ur-
sprüngliche Generation zu gelten habe, der Sporophyt als später
entstanden. Sie glaubten auf Grund der Verhältnisse bei der von
OrivE (1908, S. 340) untersuchten Puccinia transformans Ell. et Ev.,
dass der grösste Teil des Myzels der Mikroformen dem Gamophyten
und nur wenige Zellen dem Sporophyten, zu welchem sie auch
das 2kernige Stadium rechneten, angehört. Da also der Gamophyt
bei den Mikroformen für stark dominierend angesehen werden
müssle, sollte er auch als primitiv gelten. Die weitere Entwick-
lung habe dann die Richtung (CHRISTMAN, |. c.) genommen, dass
die Fusionszelle, anstatt sofort eine Teleutospore zu bilden, ein

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