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Myzel hervorgehen lässt, oder eine neue Sporenart bildet, die der
Überführung des Sporophyten auf solche Stellen, wo die Ernäh-
rungsverhältnisse günstiger liegen, dienen kann. Auf diese Weise
sollten zunächst Uredo-, später auch Äzidiosporen in den Entwick-
lungszyklus eingeschaltet worden sein.
OrrvE, der CHRISTMANS Darstellung beistimmend referiert, gibt
folgende Formulierung: “Die Zellfusionen werden immer weiter
von der Teleutospore zurückverlagert, wodurch der Sporophyt
länger und länger wird." Möglicherweise drückt er sich hier nur
bildlich aus, da er sonst nicht mit CHRISTMANS oben angeführter
Anschauungsweise übereinstimmen dürfte. Dennoch hat OrrvEs
Ausspruch Kursanov (1922, S. 47 und 101) zu Einwänden veran-
lasst. Er hebt hervor, dass der Befruchtungsakt in diesem Fall
verschwinden müssle, wo der Beginn des 2kernigen Stadiums bis
zum vegetaliven Myzel zurückverlagert wird, um spüler wieder im
Zusammenhang mit der neu hinzugekommenen Sporenform aul-
zutreten. Dieses ist um so weniger wahrscheinlich, als man mil
CHRISTMAN und Ontve die Zellenverschmelzung für eine wirkliche
Befruchtung hält. Ferner wird betont, dass für eine Verlängerung
des Sporophyten in der von OLivE angegebenen Richtung sich kein
Analogon bei anderen Pflanzengruppen findet: die verlängerte Ent-
wicklung des Sporophyten beruht nicht aul einer Verlegung ihres
Ausgangspunkles in ein früheres Stadium, sondern kommt erst
nach diesem Zeitpunkle zuslande.
Fasst man OrrvEs. Darstellung wórllich, so sind Kursanovs Ein-
wände völlig berechtigt. Cnristmans Anschauung dagegen wird
von dieser Kritik nicht betroffen, was aber nicht hindert, sie aus
anderen Gesichtspunkten wenig wahrscheinlich erscheinen zu lassen.
So kann angeführt werden, dass spätere Untersuchungen erwiesen
haben, dass Puceinia transformans nicht als Typus der Mikroformen
im allgemeinen gelten kann. Kursanovs (1922) und besonders die
hier vorliegende Untersuchung haben klargelegt, dass eine grosse
Anzahl Mikroformen existiert, deren Myzel nicht der haploiden
Phase angehört. Von 25 bisher untersuchten, zu den Pucciniazeen
gehörenden Mikroformen haben 13 zweikerniges Myzel. Bei Puccinia
Arenariae ist die haploide Phase vollständig verdrängt. Ein solcher
Typus muss natürlicherweise für in hohem Grade modiliziert an-
gesehen werden.
Auch unter den Mikroformen mit lkernigem Myzel findet man
mehrere, die man mit Fug und Recht als von Azidienformen ab-
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