- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 18. 1924 /
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BARCLAY (1891, S. 141) aufgestellte Theorie hat später in Grove
(1913 a, S. 100) einen Anhänger gefunden. Die Endophyllum-Sporen
entwickeln sich genau so, wie die Azidiosporen von Puccinia oder
Uromyces, aber keimen ohne Ruheperiode auf dem Wege des Pro-
myzels aus, wie die Teleutosporen. Grove stellt sich den Ent-
wicklungsgang folgendermassen vor. Das Promyzel verwandelt sich
in einen gewöhnlichen Keimschlauch, wodurch eine wiederholte
Sporenbildung zustande kommt und die Promyzelbildung bis zu
den während einer Vegetationsperiode zuletzt gebildeten Sporen
aufgeschoben wird, die sich in wirkliche Ruhesporen umbilden.
Von anderer Seite (z. B. TRANZSCHEL 1904, S. 311) hat man dagegen
geltend gemacht, dass Endophyllum keine monophyletische Gattung,
sondern nur eine biologische Gruppe sei. So zeigt E. Euphorbiae
silpaticae Verwandtschaft mit den auf Euphorbiazeen vorkommenden
Uromyces-Arten, und von Endophyllum Sempervivi hat Maire (1902,
S. 55) eine var. aecidioides beschrieben, deren Sporen wie gewöhn-
liche Azidiosporen keimen, und die wahrscheinlich das Azidien-
stadium einer wirtwechselnden Puccinia oder Uromyces repräsentiert.
Eine weitere Stütze für TranzscHers Aullassung bildete das von
KUNKEL (1913, S. 361) unter den Phragmidiazeen gefundene Ana-
logon zu Endophyllum — eine Rostform, die sich in keiner anderen
Beziehung von dem zu Gymnoconia interslitialis gehörenden Cacoma
unterscheiden lässt aber Sporen aufweist, welche auf dem Wege
des Promyzels keimend sich selbst reproduzieren. Dieses bildet

selbstverstindlich einen neuen Stützpunkt für die Auffassung von
der polyphylelischen Herkunft jenes Entwicklungstypus.’

Will man in Gedanken eine wahrscheinliche Stammform für
die heuligen Rostpilze konstruieren, erhält man nach meiner Mei-
nung folgendes Bild. Sie gehört während des grössten Teils ihrer
Entwicklung zur haploiden Phase; die diploide beschränkt sich
auf eine verhältnismässig kleinere Anzahl Zellen, die sich nicht
schärfer spezialisiert haben, sondern ein plastisches Material bilden,
das sich nach verschiedenen Richtungen modifizieren und auf diese
Weise verschiedene Sporenarten entstehen lassen kann. Ein Typus,
der recht gut diesen Anforderungen entspricht, ist Chrysomyaa
Abietis, die einzige bisher zytologisch untersuchte unter den wenigen

’ Onive und WHETZEL (1917, S. 47) haben eine neue Art, Bolryorhiza Hippocrateae
beschrieben, deren Uredosporen mit Promyzelien keimen sollen. Die Beschreibung
hat mich jedoch nieht davon überzeugen können, dass diese Sporen wirklich

Uredosporen sind. Vielleicht ist die Art als eine Leptoform anzusehen.

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