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geleitet betrachten kann. Kunsawov hat für Uromyces scutellatus,
U. laevis und Puccinia Fergussoni nachgewiesen, dass die Anlage
des Teleutosorus vollkommen einer jungen Äzidienanlage gleicht,
und dasselbe habe ich bei Tranzschelia fusca festgestellt. Es könnten
noch mehrere Beispiele angeführt werden. Diese Ähnlichkeit geht
so weil, dass man berechtigt sein dürfte anzunehmen, es läge eine
und dieselbe Anlage beiden Sporenformen zugrunde. Dass die
Entwicklung in der Richtung vom Azidium zum Teleutosorus statt-
gefunden hat, kann man aus dem Vorkommen vereinzelter Peridien-
zellen oder Gruppen von solchen zwischen den Teleutosporen schlies-
sen, wie sie Kursanov (1922, S. 43 und 45) bei Uromyces sculellatus
und laevis und Dieren (1922 b, S. 177) bei Tranzschelia fusca nach-
gewiesen haben. Eine bemerkenswerte Ubergangsform in dieser Rich-
tung ist auch Uromyces Hobsoni Vize, die nach Barcrays (1891,
S. 141) Beschreibung Teleutosporen innerhalb der alten Äzidien
entwickelt.
Man braucht übrigens nicht zu denken, dass alle abgeleiteten
Mikroformen in den ehemaligen Äzidienlagern entstanden sind.
Die in dieser Abhandlung beschriebene Bildungsweise der Teleuto-
sporenhüufchen bei der alpinen Form von Uromyces Acetosae spricht
dafür, dass auch Mikroformen mit caeomaähnlicher Sorusanlage
von einer Form mit becherlörmigen Äzidien abgeleitet werden
können, Wahrscheinlich ist unter dem Einfluss klimalischer Fak-
toren bei der genannten Art die Uredoform so gut wie ganz unler-
drückt worden, und Teleutosporen haben begonnen, sich samt mit
den Azidien aus dem 1kernigen Myzel zu bilden. Man kann sich
leicht vorstellen, dass eine weitere Verkürzung der Vegetationszeil
Ausfall der Äzidien und Bildung von nur Teleutosporen bewirken
könnte, wodurch also eine Mikroform entstande.
Das oben Angeführte kann man folgendermassen zusammenfassen.
Ein sehr grosser Teil, vielleicht die Mehrzahl aller zu den Puc-
ciniazeen gehörenden Mikroformen gehören während des grössten
Teils ihrer Entwicklung zur diploiden Generation und dürften aus
diesem Grunde für abgeleitete Formen angesehen werden; mehrere
Formen, bei denen die haploide Generation vorherrscht, müssen
jedoch als sekundär entstanden aufgefasst werden, und es liegt
wenigstens kein Bedenken vor, die übrigen in Frage kommenden
Formen aufähnliche Weise entstanden zu denken.
Eine andere Richtung hat im Endophyllum-Typus die ursprüng-
liche Sporenart der Rostpilze finden wollen. Diese zuerst von
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