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scheinen mir starke Gründe vorzuliegen für die Annahme einer
näheren Verwandtschaft zwischen Ochropsora und Tranzschelia.
Bisher ist Ochropsora allgemein in der Familie Coleosporiaceae
untergebracht worden auf Grund des Modus der Teleutosporenkei-
mung — es bildet sich kein Promyzel, sondern die Spore teilt sich
in 4 Zellen, deren jede eine Sporidie bildet auf einem vorspringen-
den Sterigma. Hierauf beschränken sich jedoch die Ähnlichkeiten
mit Coleosporium, während die Abweichungen sehr bedeutend sind.
Erstens sind die Spermogonien, wie ich im vorhergehenden gezeigt
habe (S. 6 und 37), nach Lage und Bau ganz ungleich. Die Azi-
dien zeigen schon bei flüchliger Untersuchung einen verschiede-
nen Typus und noch deutlicher bei näherem Studium ihrer Ent-
wicklung. Das Azidium von Coleosporium ist der Anlage nach ein
Caeoma, während Ochropsora ein typisches Azidium hat. Die Ure-
dosporen werden bei Coleosporium in Kelten mit Zwischenzellen,
ebenso wie Azidiosporen, bei Ochropsora dagegen einzeln gebildet.
Die Uredosori sind bei Ochropsora von Paraphysen umgeben, bei
Coleosporium nackt. Auf Grund des Angeführten kann mit Recht
angenommen werden, dass die Ähnlichkeit in der Keimung der
Teleutosporen nur ein Konvergenzfall ist,
Was schliesslich Coleosporiam betrifft, hat meine Untersuchung
einige Momente ergeben, die diese Gattung dem Genus Melampsora nä-
hern. Auch hier begegnet man Ähnlichkeiten in Bau und Lage der
Pykniden. Sie liegen in beiden Fällen innerhalb der Epidermis und
bestehen aus Spermaliophoren, die mit Querwänden versehen sind
und sich verzweigen können. Die Verzweigung ist jedoch viel
spärlicher bei Coleosporium als bei Melampsora, und die Sperma-
tiophoren sind hier parallel in einer Schicht angeordnet, während
sie bei Melampsora einen runden Körper bilden. Ferner verringert
den Abstand der beiden Gattungen der Nachweis, dass die Anlagen
des Äzidienstadiums bei beiden von gleicher Struktur sind.
LITERATURVERZEICHNIS.
Arxaup, G. La mitose chez Capnodium meridionale et chez Coleosporium
Senecionis Bull. Soc. Mye. Fr., XXIX, 1913.
ARTHUR, J. G., Eine auf die Struktur und Entwicklungsgeschichte begründete
Klassifikation der Uredineen. — Résultats seientif. du Congr. intern. de
bot. Vienne 1905, Jena 1900.
-,—, Uredinales, in North American Flora, Vol. 7, Part 2—3, 1907— 12.
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