- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 18. 1924 /
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die “Propagula* von AcHarius übertragen. Diese Änderung war
schon von SCHWENDENER (1860, S. 23) angebahnt (“Wenn man mit
dem Worte Soredien die Gesamtmasse der grünen Zellen und des
sie umgebenden Fasergellechtes bezeichnet, so kann eine einzelne
Zelle mit ihrer Hülle consequent ein Soredium gennant werden‘)
und hatte sich in der morphologischen Literatur vielfach einge-
bürgert; in der systematischen Literatur dagegen herrschte die
Achariansche Terminologie nach wie vor (der Terminus "Propagula*
war jedoch fast niemals in Gebrauch, da ja die Propagula kaum
für die Diagnosen von Bedeutung waren). DannsisumE hebt selbst
hervor, dass “sich die Soredie von AcHarıus mit seinem Soral
deckt"; trotzdem sucht man vergebens nach einer Motivierung der
Abänderung. In der späteren morphologischen Literatur ist die
Darbishiresche Terminologie allgemein angenommen; in der syste-
matischen findet man jetzt beide Benennungsweisen nebeneinander,
was für die Klarheit der Deschreibungen nicht eben günstig isl.

Die für die moderne Auffassung grundlegende Arbeit der Sore-
dienfrage ist aber die Hypogymnia-Monographie von BITTER (1901 a,
vgl. auch 1901 b). In dieser Arbeit wird der erste Versuch sowohl
einer morphologischen Gliederung der verschiedenen Soredientypen
als auch einer systematischen Behandlung einer Flechtengruppe
unter völlig konsequenter Berücksichtigung der Soredien durch-
geführt. Die Hypogymnien werden von Brrrer nach dem Soredien-
typus in vier Gruppen gegliedert: 1) Diffusae-sorediosae (Parmelia
farinacea-Typus), 2) Capitatae-soraliferae (P. [ubulosa-Typus), 3)
Labrosae-soraliferae (P. physodes-Typus) und 4) Insorediatae. Die
verschiedenen Soredientypen werden genau beschrieben in bezug
auf ihre äussere und innere Morphologie, Relation zur Umgebung
usw.; als Hauptergebnis geht hervor, dass die verschiedenen
Soredienlypen bei diesen Arten sich fast immer mil einer Reihe
anderer morphologischer Merkmale vereinen, dass von einem
Übergang zwischen den verschiedenen Typen und einer Veränderung
derselben unter dem Einfluss der Umgebung keine Rede sein kann,
und dass die Sorediencharaktere für die Abgrenzung der Arlen als
überaus wichlig bezeichnet werden müssen. Auch aus anderen
Gattungen werden eine Reihe von Beispielen, die diese Tatsachen
beleuchten, herbeigezogen.

Die Arbeit Brrrers bezeichnet den Anfang einer neuen Epoche
in der Geschichte der Lichenologie. Die systematische Wichtigkeit
der Sorediencharaktere wird wohl nunmehr von keinem Licheno-

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