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produzierenden Art soredien-(resp. isidien-)produzierende Modi-
fikalionen vorkommen. Sämtliche derartigen Behauptungen
in der Literatur sind wohl auf fehlerhafte Beobachtungen zurück-
zuführen. Auch die extremsten Standortverhältnisse können offen-
bar nicht von einer normal nicht soredien-(resp. isidien-)produzie-
renden Art Soredien-(resp. Isidien-)Formen auslösen.
Eine andere Frage ist der Einfluss der Standortverhältnisse auf
die Reichlichkeit der Soredien-(resp. Isidien-)Produktion bei
einer soredien- oder isidientragenden Art. Eine derartige Einwirkuug
lässt sich in vielen Fällen nachweisen. Es wird oft angenommen,
dass vor allem grosse Feuchtigkeit die Soredienproduktion begünstigt.
In seinen Vorlesungen hat sich Prof. R. SERNANDER gegen diese
Ansicht verwahrt (vgl. unten); ich möchte ihm in dieser Hinsicht
zustimmen. Ich kenne keinen sicheren Fall, wo eine Art unter
dem Einfluss von grösserer Feuchtigkeit eine abnorm reichliche
Produktion von Soredien oder Isidien zeigt. Dagegen kenne ich
viele Fälle, wo eine Art unter dem Einfluss von unreiner Luft
(in der Nähe der Städte etc.) eine abnorm starke Soredien- oder
Isidienproduktion aufweist (z. B. Physcia orbicularis, Ph. nigricans,
Xanthoria fallax, Parmelia furfuracea, Usnea hirta). Ebenso scheinen
in gewissen Fällen sowohl starke Beschattung als starke Belichtung
eine ähnliche Wirkung auslösen zu können. Wahrscheinlich wird
man bei vielen Flechten eine generelle Tendenz feststellen können,
unter ungünstigen Standortverhältnissen (d.h. Verhältnissen, die
sich von den für die betreffende Art optimalen weit entfernen)
die Apothezienproduktion einzuschränken und anstatt dessen eine
reichere Produktion von Soredien und Isidien zu entwickeln.
3. Der Einfluss der Standortverhältnisse auf den Reiehtum der
Flechtenflora an soredien- und isidienproduzierenden Arten.
Wenn auch keine deutliche Relation zwischen Feuchtigkeit und
Reichtum der Soredienproduktion der einzelnen Arten nachgewiesen
werden konnle, wäre es ja jedoch denkbar, dass die obenerwühnte
Anschauung insofern richtig wäre, als die feuchten Standorte reicher
an soredienproduzierenden Arten wären als die trockeneren. Auch
dies ist aber nicht der Fall. Die amphibische Flechtenflora (an
den Meeresufern sowie an den See- und Flussufern) ist im Gegen-
teil bemerkenswert arm an soredientragenden Arten (sowie in weniger
26 — 24285. Svensk Botanisk Tidskrift: 1924.
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