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Svensk BOTANISK Tipskrirr. 1924. Bp, 18, H. 3.
DIE PHOSPHATIDEN ALS ÖKOLOGISCHER FAKTOR
IM BODEN.
(VORLÄUFIGE MITTEILUNG.)
VON
ELIAS MELIN.
In einer kürzlich erschienenen Arbeit hat HANSTEEN CRANNER
(1922) nachgewiesen, dass alle Pflanzenteile, und zwar sowohl Wur-
zeln als auch Samen und andere oberirdische Teile, Phosphatiden
(fettartige Stoffe, die ausser Fettsäuren und Glyzerin auch Phos-
phorsäure und Stickstoff enthalten) in analytisch bestimmbaren
Mengen abgeben. Bei einer Temperatur bis zu elwa 20° C werden
nur in Wasser lösliche, bei etwa 30° C aber ausserdem unlösliche
Phosphatiden ausgeschieden. Weil die Phosphatiden nicht nur in
destilliertem Wasser sondern auch in normalen Nährlösungen und
sogar in Erde herausdiffundieren, kommen sie in beträchtlichen
Mengen in Humus und Wasser mit reichlicher Vegetation vor.
Nach der Meinung HANSTEEN Cranners muss dieser Umstand bei
physiologischen Untersuchungen über die Mikroflora derartiger Bö-
den in Betracht gezogen werden.
Dass eine Reihe von Bakterien in ihrer Entwicklung von ge-
wissen Ausscheidungsprodukten der Wurzeln begünstigt wird, geht
schon aus den Untersuchungen des amerikanischen Forschers Wir-
son hervor. WILSON züchtete Pflanzen unter aseptischen Verhalt-
nissen (vgl. Wırson 1920), und es stellte sich dabei heraus, dass
die benutzte Kulturflüssigkeit für gewisse Bakterien ein viel geeig-
! Nach BARTHEL, Cun, A review of the present problems and methods of agri-
cultural bacteriology. — Works published by Knut and Auıcz WALLENBERG Foun-
dation I, Stockholm 1923, S. 80—81.
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