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kann, ist es zweifelsohne sicher, <lass Sporen, die im freien an
Stellen gelangt sind, wo eine Keimung nur unter besonderen
zustos-senden Bedingungen ermöglicht wird, auch diese speziellen
Verhältnisse erwarten können, treten sie vielleicht erst nach Jahren
ein. Allem Anschein nach dürfte dies besonders für solche Arten
gellen, die auf sehr seichtem, spärlichem Boden vorkommen, in
Felsenspalten oder beinahe auf dem blossen Stein, nur von einer
lokalen Ansammlung Verwitterungserde oder hauptsächlich von
Moosen gebildetem Humus festgehalten.
Es wäre kaum erstaunlich, wenn die Plasticität der Sporen bei
solchen Arten grösser wäre, als bei denen, die wie z. B. Aspidium
thelgpteris und Struthiopteris germanica ausschliesslich auf feuchtem
oder sumpfigem Terrain vorkommen. Als Arten, die meines
Erachtens bei uns speziell extremen Lebensbedingungen angepasst sind,
seien erwähnt: Asplenium ruta muraria und septentrionale. vielleicht
auch, jedoch in geringerem Grade, trichomanes und viride. Ihre
Gamophyten müssen bereit sein, die Verhältnisse des Standortes in
aller ihrer Veränderlichkeit zu ertragen; ein starker Regen kann
vielleicht nur eine so lange Feuchtigkeit herbeiführen, dass die
Keimung kaum eingeleitet wird, ehe die wiederkehrende Dürre
der Weiterentwicklung eine Grenze setzt. Gegen Wassermangel
reagieren die Gamophyten fast augenblicklich, und ihre
Lebensfunktionen werden daher äusserst leicht unterbrochen.
Ich habe indessen einen Umstand experimentell konstatieren
können, was ja allerdings auch zu erwarten war, nämlich dass
auch nicht ein langer, kontinuierlicher Wassermangel auf die
Gamophyten schädlich einwirkt- Als Beispiel kann ich freilich nur noch
eine einzige Art, Asplenium ruta muraria, anführen, diese
Eigenschaft dürfte doch bei einer sehr grossen Menge der Farne
ausgeprägt sein.
Am 29. Juni 1905 nahm ich einen Ausflug südlich von Visby
vor und hielt dabei meine Aufmerksamkeit besonders auf den
fraglichen Farn gerichtet. Meine Versuche, seine Gamophyten zu
finden, schien indessen ohne jeden Erfolg zu bleiben. Die steilen
gegen Westen und Süden exponierten Kalkfelsen waren nämlich
seit mehreren Tagen einer sehr kräftigen Insolation ausgesetzt,
wodurch alle Farnbestände, die nur in oberflächlichen Schichten ihre
Wurzel getrieben hatten, ganz und gar verwelkt erschienen;
Keimpflanzen, die ja gern das Vorhandensein von Gamophyten
anzugeben pflegen, konnte ich ebenfalls zuerst nicht entdecken. Indessen
Svensk Botanisl; Tillskrift 1!WS. 22
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