- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 2. 1908 /
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keine einzige Blüte während der Intervalle entfaltet gesehen wurde.
Die Exemplare standen im Treibhause neben einander, an allen
Tagen derselben Wärme, Luftfeuchtigkeit und Bewässerung
ausgesetzt. Dagegen wechselte die von aussen her kommende Belichtung
während der einzelnen Tage in beträchtlichem Grade. Die
Blütenperioden trafen jedoch völlig unabhängig von derselben, sowohl an
Sonnenschein- wie an Regentagen, ein. Ebensosehr variierte die
Belichtung während der Tage, die den Blütentagen vorhergingen.
Diese erschienen daher zunächst vollständig gleichgiltig gegenüber
allen äusseren Verhältnissen.

Folgende Versuche zeigten indessen, dass dieses nicht der Fall
war. Das eine der Individuen wurde an eine andere Stelle gebracht
und so placiert, dass die Belichtung viel schwächer war, während
die übrigen äusseren Verhältnisse dieselben blieben; das andere
Exemplar wurde an der alten Stelle gelassen. An dem weggesetzten
Exemplar unterblieb nun das zweimalige Blühen, wie esan dem anderen
während derselben Zeit stattfand. Nachdem es dann wieder neben
dem an der alten Stelle verbliebenen Exemplar placiert worden war,
holte es zuerst die beiden Blütenperioden nach, die infolge der
schwächeren Belichtung inhibiert worden waren, und erst danach begann
wieder das gleichzeitige Blühen der Exemplare. Bei einem anderen
Versuch wurde eines von den Individuen in einen 10° kälteren Raum
gebracht; die übrigen äusseren Faktoren, besonders die Belichtung,
waren dagegen gleich oder nahezu gleich. Es zeigte sich nun, dass
die niedrigere Temperatur die Blütenintervalle verlängerte. Wieder
unter dieselben äusseren Verhältnisse gebracht, verfielen sie bald
wieder in den typischen, streng durchgeführten Parallelismus zurück.
In der Tabelle auf S. 285—280 sind die Blütentage genauer für
beide Individuen angegeben.

Die Infloreszenzen der Art (Fig. 1—2) bestehen aus Blütenbüscheln,
die ihrerseits wieder aus dichten Wickeln zusammengesetzt sind.
An jedem Blühen nimmt in jedem derselben nur eine
Sprossgeneration teil. Dies scheint wenigstens zum Teil das absatzweise Blühen
zu erklären. Jede Blüte braucht ein bestimmtes, von den gesamten
äusseren Faktoren auf die Dauer abhängiges Verstärkungsstadium.
Haben daher diese Faktoren erst einmal einem oder mehreren
Individuen einen Impuls gegeben, gleichzeitig seine Blüten zu öffnen,
so fallen die folgenden Blütentage gleichfalls zusammen. Die
Infloreszenzen aller der Exemplare, die unter identischen äusseren
Verhältnissen wachsen, können nämlich ihre Verstärkungsstadien

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