Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Sidor ...
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>
Below is the raw OCR text
from the above scanned image.
Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan.
Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!
This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.
68
eine Annahme, die sich wohl schwerlich direkt beweisen lässt. Ich
will hier jedoch nicht näher auf dieses Stadium eingehen, da das
Hauptziel meiner Untersuchung darauf gerichtet war, ob in späteren
Stadien tatsächlich eine Umbiegung der Kernfäden stattfinde.
Darauf folgt das Spiremstadium, in dessen frühesten Phasen (oder
in dem späten Synapsisstadium) nicht selten eine jedenfalls durch
die Fixierflüssigkeit verursachte Desorganisation der Kerne zu sehen
ist, die darin besteht, dass der Kern hier und da durch die
Zellwand hindurch und in die benachbarte Zelle hineingepresst wird
(vgl. Körnicke, Niederrhein. Ges. Nat. Bonn 1901).
In den letzten Stadien der Synapsis, in denen sich der
Fadenknäuel zu lockern beginnt, kann man sehr deutlich die
Doppelnatur der Kernfäden unterscheiden, mag nun diese Lockerung eine
wirkliche Längsspaltung bedeuten, wie Farmer und Mottier
meinen, oder die Wiedererscheinung der Konjugationsfläche sein, wie
Strasburger, Grégoire u. a. annehmen.
Bei Crepis virens sind die Fadenschlingen schon in der späteren
Synapsis auffallend dick. Ich habe mehreremale in diesem Stadium
mit Sicherheit freie Fadenenden wahrnehmen können. Besonders
im Spiremstadium, wenn die Kernfäden mehr oder weniger dick
sind und nur eine schwache Andeutung von Längsspaltung haben,
ist es sehr leicht festzustellen, dass nicht nur ein, sondern mehrere
Spiremfäden vorkommen. Es ist mir daher wahrscheinlich, dass
sich die Chromosomen in dieser Pflanze nicht zu einem
zusammenhängenden Spiremfäden vereinigen, sondern wenigstens im
Stadium des dicken Spirems oder kurz nach demselben schon
voneinander getrennt sind. In Fig. 8 sieht man ein derartiges Stadium;
bei X und + linden sich zwei freie Enden, von denen + gegen die
Kernmembran anliegt und durchaus nicht das Ende eines
abgeschnittenen Fadens darstellt. Übrigens sieht man auch sonst hier
und da Kerne, in denen die Doppelnatur der Kernfäden überhaupt
nur schwer unterscheidbar ist. Die Längshälften des Spirems sind
»so closely applied lo each other as to conceal nearlv, or quite, the
double nature.»
Die folgende Entwicklung der Prophase zur Diakinese stimmt
zu der Beschreibung, die Berghs (l), Grégoire (ö) u. a. von andern
Pflanzen gegeben haben. Da diesen Angaben aber die von
Mottier u. a. direkt widersprechen, dürfte es notwendig sein, etwas
näher die Erscheinungen bei Crepis virens zu beschreiben. Zunächst
scheint mir meine Fig. 9 offenbar der Fig. 8 in Mottiers Werk
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>