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eine reduzierte Anzahl Chromosomenpaare entstünden. Diese
Auffassung hat sich unter der Mehrzahl der Botaniker des Kontinents
bisjetzt beibehalten und ist, seitdem die parallele Konjugation
in der Synapsis entdeckt wurde, in ein neues und zwar
vorteilhafteres Licht gekommen. Diejenigen Forscher, die diese Ansicht,
welche Hacker (07) die Junktionstheorie nannte, zum ersten Mal
deutlich formulierten, waren u. a. Miss Sargent (96, 97), Guignard (99),
Grégoire (99), Strasburger (1900), Mottier (03). In der jüngsten Zeit
hat diese Auffassung mehrfache Bestätigung durch die
Untersuchungen mehrerer Forscher, z. B. Grégoire (04), Berghs (04, 05),
Allen (04), Rosenrerg (05), Strasrurger, Allen, Miyake, Overton
(05), Lagerberg (06), Yamanouchi (08) u. a., gewonnen.
Andererseits wollten Schaffner (97) und Dixon (1900) die Ansicht
geltend machen, dass die Doppelchromosomen des
Strepsinemasta-diums die Produkte einer Umbiegung und Quersegmentierung der
Spiremschlingen wären. Später haben Farmer und Moore (03) diese
Anschauungsweise mit einigen Modifikationen angenommen.
Strasburger (04) schliesst sich auch dieser Ansicht, die er die
Faltungstheorie nannte, nebst Gregory (04), Williams (04) u. a. an. In den
letzten Jahren hat diese Theorie über die Entstehung der
Chromosomen noch eine Stütze gefunden durch die Arbeiten von u. a.
Farmer und Moore (05) und Mottier (07). Der spezifische Unterschied
zwischen der Junktionstheorie und der Faltungstheorie ist also der,
dass nach der Junktionstheorie diejenigen Chromatinelemente, die
später in der Diakinese die Teilchromosomen der
Doppelchromosomen ausmachen werden, in dem Spirem neben einander aber
nach der Faltungstheorie hinter einander liegen und sich nur mit
den Enden berühren.
Über die verschiedenen Meinungen von dem Verlauf der früheren,
präspirematischen Phasen der Reduktionsteilung sind jedoch keine
so scharf von einander abgeschiedenen Gesichtspunkte formuliert
worden. Die allerjüngsten Stadien haben erst in der letzten Zeit
die Forscher beschäftigt, aber es hat sich doch erwiesen, dass die
Untersuchungsresultate in hohem Grade verschieden sind.
Rosenberg (04) behauptete, dass in dem ruhenden somatischen
Kern einiger Pflanzen die Chromosomen fortwährend ihre sichtbare
Individualität, wenn auch in rudimentärer Form, beibehalten, und
zwar als Chromatinklümpchen, Pseudonucleolen, welchen Namen
schon Rosen (96) den häufig im Gerüstwerk des ruhenden Kerns
beobachteten Chromatinkörperchen gegeben hat. Diese Körperchen treten
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