- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 3. 1909 /
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jenigen in Fig. 2 ausmachen, wo die Gamosomen jedes Paares also
einander so nahe liegen, dass sie, äusserlich gesehen, mit einander
vereint zu sein scheinen. Solche Kerne wie in Fig. 4 a und b
trifft man aber wie gesagt nur selten. Als der diametrale
Gegensatz von diesen Kernen sei der in Fig. 6 bemerkt. In diesem Kern
sind die Gamosomen noch sehr klein, obgleich sich
Synapsisphäno-mene zu zeigen begonnen haben, und ihre Paarigkeit ist sehr schlecht
ausgeprägt. Nach allem zu urteilen ist dieser Kern in dieser oder
jener Weise etwas in seiner Entwicklung zurückgeblieben, sei es,
dass er schlecht ernährt war oder dergleichen. Aber auch solche
Kerne wie der in Fig. 6 sind sehr selten zu sehen. — In normalen
Fällen dürften also die Kerne in der Übergangsperiode zwischen
dem Ruhestadium und der Svnapsis etwa das Aussehen der Figg. 2,
3 a u. b sowie 5 annehmen.

Die Gamosomen haben im Ruhestadium, Fig. 1, die Gestalt von mehr
oder weniger unregelmässigen, nach einer Richtung hin
ausgedehnten Klümpchen, die das Färbmittel sehr kräftig aufnehmen und
festhalten. Wenn sie sich später ein wenig nähern, nehmen sie
eine mehr regelrechte, langgestreckte Form an, wobei die beiden
Paarlinge immer gleich gross und ihre Spiegelbilder sind, wie es
Lagerberg (06) für Adoxa beschrieben hat. In solchen Stadien wie
Fig. 4 a u. b sind die »Doppelgamosomen» oft perlenschnurähnlich.
Dies kann man auch bei normalen Paaren sehen, wie in Fig. 5.
Es machen hier einige der Gamosomenpaare den Eindruck, als ob
sie aus mehreren kleineren Cliromatinansamlungen gebildet wären.
Oh dies als beginnende Gamomitenbildung oder als ein Beweis dafür
angesehen werden soll, dass die Prochromosomen aus mehreren
Chromatinanhäufungen eitstanden seien, mag dahingestellt bleiben.
Ein solches perlenschnurähnliches Aussehen der Gamosomen wie
in Fig. 5 ist jedoch selten zu sehen.

Bemerkenswert ist der bedeutende Grössenunterscliied der
Gamosomenpaare, der besonders augenfällig beim Übergang zur
Sy-napsis, Figg. 2 u. 3, ist. Bisweilen kann man ein kräftiges
Gamo-somenpaar noch in der Svnapsis sehen, wenn die übrigen schon
zu Gamorniten entwickelt sind. Unzweifelhaft werden nicht alle
Gamosomen gleich schnell ausgebildet, noch werden sie alle auf
einmal mit Lininfäden ausgestattet, Fig. 3, oder zu Gamorniten
entwickelt, sondern alle Übergänge zwischen den verschiedenen Stadien
erfolgen bei den einzelnen Paaren ganz allmählich und successive.
Darin könnte man vielleicht eine Erklärung der Grössenunterschiede

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