- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 3. 1909 /
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der Paare bekommen, man könnte sich auch denken, dass sieh
diejenige Differenz, die sich betreffs der Chromatinmenge der
Chromosomen später in der Metaphase zeigt, jetzt schon bemerkbar
mache. In der Diakinese Fig. 84 Taf. III sehen wir einen solchen
Unterschied zwischen den Doppelchromosomen, die ja nach der
Juxtappositionstheorie aus den Gamosomenpaaren herzuleiten sind.
Ich habe jedoch keine Vergleichung zwischen den beiden Stadien
in dieser Hinsicht gemacht.

Beim Übergang zur Synapsis, d. h. wenn das Ruhestadiuni Fig.
1 verlassen ist, sieht man eine Veränderung des achromatischen
Gerüstwerks des Kerns. Das feinmaschige Netzwerk in Fig. 1
beginnt sich allmählich aufzulockern, während zugleich lange
Linin-fäden sich zwischen den Gamosomen heraussondern, Fig. 2. Diese
anfangs recht undeutlich wahrnehmbaren Fäden, die durch einen
Kondensierungsprozess gebildet zu sein scheinen, werden allmählich
festerer Beschaffenheit, Hand in Hand mit dem Verschwinden der
feineren Lininstruktur, Figg. 3, 4, 7 und 8. Im allgemeinen geht von
jedem Gamosom ein Faden zu einem solchen in einem anderen
Paare aus, und in dieser Weise entstehen zwischen den Paaren
Brücken von je zwei parallelen Fäden, Fig. 7.

Wenn ein solches Verbinden aller Gamosomen unter sich die Regel
ist, hätten wir in der Synapsis zwei parallele Fadenspireme vor
uns, die später konjugierten, was auch mehrere Autoren bei
anderen Pflanzen beschrieben haben, z. B. Overton (05) bei Hellebonis
und Lagerberg (06) bei Adoxa. Ob es sich auch hier so verhält,
ist sehr schwierig zu entscheiden, eine Figur wie 7 könnte ja
darauf hindeuten, doch kann ich nichts darüber mit Sicherheit
aussprechen. Doch sieht man häufig, dass Lininfäden nur von
dem einen Ende der Gamosomenpaare ausgesandl werden, Figg. 3 b,
8, 13, so dass es wahrscheinlich ist, auch wenn man die
verschiedene Ausbildungszeit dieser Fäden mit in Rechnung zieht, dass eine
kontinuierliche Kette solcher Doppelfäden bei Calendula nicht in der
frühen Synapsis gebildet wird.

Die Lininfäden sind in Kernen wie Figg. 3 u. 7, d. h. in der frühen
Synapsis, ganz glatt und fast farblos, während die Gamosomen das
Färbmittel intensiv absorbiert haben. Die letzteren sind häufig
von Birnengestalt, wenn sie nur in einer Richtung mit Lininfäden
verbunden sind, Figg. 3, 7, 8, wenn sie dagegen solche von beiden
Enden ausschicken, sind sie im allgemeinen spindel- oder hantel
förmig, Figg. 3, 7.

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