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einigung fängt meistens an dem einen, Figg. 11, 13, oder an den beiden
Enden der Fäden, Fig. 12, an, und schreitet gegen die Mitte fort.
Wenn die beiden zu den früheren Gamosomenpaaren gehörigen
Lininfäden nicht von Anfang an parallel angelegt sind, sondern
von verschiedenen Seiten zusammenlaufen, Figg. 3 a, 13, beginnt die
Verschmelzung im allgemeinen da, wo die Gamosomen
ursprünglich lagen, d. h. an der Stelle, wo die Fäden jetzt einander am
nächsten liegen, Fig. 10. Häufig drehen sie sich um einander, Figg.
9, 10, 12, 13.
Bei Calendula, um das Gesagte kurz zu rekapitulieren, sieht man
also, wie das, was wir Chromatin nennen, und das, was wir unter
Linin oder achromatischer Substanz verstehen, bei der
präspirema-tischen Kernentwicklung zusammenwirken; dass das Chromatin in
der Form paariger Gamosomen die Lininfäden zwingt, sich auch
in paariger Weise anzuordnen; wie dann die Fäden als Unterlage
der chromatischen Gamosomensubstanz dienen, und dass die
Gamosomen als solche ihre normale Kopulation nicht beginnen können,
bevor sie mit Hilfe dieser Fäden zu Gamomiten entwickelt sind.
Nicht selten habe ich in der späteren Synapsis beobachtet, dass
die Gamomitenpaare die Vorliebe haben, sich in einer gewissen
Richtung zu strecken. Dadurch bekommt man Bilder, die als ein
Ausdruck von Polarität im Kern gedeutet werden können. Man
vergleiche die Figuren, besonders Figg. 10, 11 und 12. Ich habe etwas
Ähnliches auch bei Matricaria beobachtet, Fig. 14, doch sind solche
Synapsisbilder hier sehr selten. Von einer Art von Polarität könnte
man vielleicht auch bei Achillea sprechen (vergl. unten).
Grégoire (07) hat einen sehr deutlich ausgeprägten und schönen
Gesamtparallelismus der Synapsisfäden bei Osmunda regalis
beschrieben und abgebildet (vergl. seine Fig, 25 1. c. 07). Bei niederen
Pflanzen dürfte auch die Polarität mehr verbreitet sein, bei höheren
Pflanzen ist sie dagegen selten beobachtet worden, und ist,
wenigstens bei meinen Objekten, keine regelmässig hervortretende
Erscheinung.
Es ist ja auch möglich, dass ein scheinbarer Parallelismus der
Fadenpaare durch die deformierende Wirkung der
Fixierungsflüssigkeit auf den sphärischen Kern entstehen kann. In Kernen,
die durch die Influenz des Fixiermittels Bohnen- oder Nierenform
angenommen haben, was nicht selten eintrifft, sind die Fäden häufig
zwischen den einander am nächsten liegenden Seiten der
Membran ausgesponnen, was ja ganz selbstverständlich wird, wenn
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