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häufig in der Mitte der Fadenmasse nahe der Kreuzungsstelle der
Schlingen. Man möchte diese Anordnung der Synapsisfäden für
eine Art von Polarität halten, ähnlich der, welche wir vorher bei
Calendula, Figg. 11, 12 und Matricaria, Fig. 14, gesehen haben.
Doch können wir das Entstehen des Knäuels in Figg. 18, 19 leicht
von dem Stadium Fig. 15 aus verfolgen. Man erinnere sich, dass
die Gamosomen häufig schon früh einseitig in der Kernhöhle
gelegen sind (Fig. 15 und oben bei Calendula). Wenn dann Lininfäden
zwischen ihnen ausgesondert werden, muss natürlich dieses
Fadengerüst pius Gamosomen anfangs eine seitliche Lage an der Membran
einnehmen, und wir erhalten somit einen Knäuel, der von vorn
gesehen wie Fig. 17 aussieht. Dann tendiert die chromatische
Substanz dazu, sich den Lininfäden entlang zu verteilen, und diese
strecken sich, verlängern sich und beginnen den leeren Teil des
Kernraumes zu füllen. Wir erhalten somit succesive die Figuren
16, 18 und 19. Der verflochtene Teil des Knäuels in Figg. 18, 19,
d. h. die Kreuzungsstelle der Fäden, ist der an der Kernmembran
dauernd bleibende Teil des Fadengerüsts.
Man darf sich nicht vorstellen, dass die in Figg. 18 und 19
abgebildeten Kerne in der Tat nicht im Svnapsisstadium wären, sondern
ein längsgespaltetes Spirem repräsentierten, d. h. schon das Stadium
des ungeteilten Spirems, Fig. 21, passiert hätten. Dieses letztere ist
aber entschieden nicht der Fall. In der Synapsis erreichen die
Kerne ihren grössten Umfang, und sie befinden sich immer in solchen
Antherenfächern, in denen man auch Kerne vom Tj pus der Fig. 18
hat. In den Synapsiszellen füllt der Protoplast den ganzen Zellraum
aus und ist nur ein wenig an den Ecken abgerundet, während
in dem Strepsinemastadium, Fig. 79 Taf. III, der Protoplast sich
ganz von der Zellwand abgezogen und seine neue Aussenschicht
schon angelegt hat. Ausserdem sind die Kerne, wie gesagt, in dem
Strepsinema beträchtlich kleiner als in der Synapsis.
Wenn die Verschmelzung der Gamorniten, die in Figg. 18, 19
eben begonnen hat, vollendet ist, nimmt der Kern das Aussehen
der Fig. 20 an. Der jetzt einfache Knäuel hat dieselbe Lage in der
Kernhöhle wie in Fig. 19, und auch der Nucleolus oder die
Nuele-olen sind wie vorher gelegen. Dass zwei Kernkörperchen in einem
so späten Stadium, wie dem der Fig. 20, zu finden sind, ist
sehlselten. Ihre Verschmelzung erfolgt am häufigsten viel früher
(vergleiche Fig. 15), und Fig. 20 repräsentiert das späteste Stadium, in
dem ich noch zwei Nucleolen beobachtet habe. Im Spiremstadium
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