- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 3. 1909 /
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Grégoire und Wygaerts (04) und Grégoire (06) zuerst
nachgewiesen, dann A. und K. E. Schreiner (06) für einige Tiere bestätigt.
Die genannten Forscher haben sich auch gegen die von Miss
Mer-riman (04) ausgesprochene Ansicht, dass wir hier die später in der
Metaphase der nächstfolgenden Teilung sichtbare Längsspaltung der
Chromosomen vor uns hätten, gewandt. Wie die erstgenannten
Autoren bin auch ich der Ansicht, dass die scheinbare Spaltung
wenigstens hier wahrscheinlich nichts mit einer wirklichen
Zweiteilung der Chromosomen zu tun hat, dazu ist die Erscheinung viel
zu unregelmässig. Ausserdem sieht man häufig da, wo das
Auflokkern lange gedauert hat, dass es mehrere grössere oder kleinere
Vakuolen sind, die sieh in der Mittellinie der Chromosomen befinden,
Fig. 23 (vergl. Grégoire 06).

Unterdessen schreitet die Auflockerung der Chromatinsubstanzen
fort, und die Chromosomen anastomosieren, während achromatische
Elemente in immer grösseren Mengen auftreten, so dass wir
schliesslich Kerne wie in Figg. 24 und 25 vor uns haben. Das Stadium, das
durch die ebengenannten Figuren vertreten ist, möchte ich als das
Ruhestadium des Gonotokontenkerns bezeichnen. Irgend welche
spezilisch hervortretende individuelle Chromatinbildungen sehen
wir in diesem Stadium nicht. Der Kern ist von einem sehr
feinmaschigen, achromatischen Netzwerk, in dem man längere, sehr
dünne Fäden erblickt, erfüllt, und in den Maschen oder vielmehr
an den Fäden sind zahlreiche, winzig kleine Chromatinkörner
gelagert. An der einen Seite des Kerns liegt der Nucleolus (häufig
sind es deren zwei, selten mehr) in einem wahrscheinlich durch die
Einwirkung des Fixiermittels entstandenen hellen Hof. — Fig. 24
ist nach einem medianen, Fig. 25 nach einem tangentialen Schnitt
durch einen ruhenden Gonotokontenkern gezeichnet. — Solche Kerne
nehmen häufig die ganze Länge des Antherenfachs, die bei dieser
Pflanze recht beträchtlich ist, ein, und sie füllen häufig mehrere
neben einander in demselben Schnitt gelegene Antheren, welche
also verschiedenen Alters sind, so dass man vermuten kann, dass
die Pollenmutterzellen ziemlich lange in diesem Zustand verharren.

Wie auf dem erstem Blick zu sehen ist, weicht das Bild, das
sich aus dem Ruhestadium bei Trollius ergibt, ganz wesentlich von
dem Aussehen des Kerns ab, das wir früher bei Calendula, Achillea
etc., Fig. 1 usw., für dasselbe Stadium kennen gelernt haben.
Bei den oben beschriebenen Compositen konnte man immer im
Ruhestadium individualisierte Chromatinelemente, Prochromosomen,

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