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konstatieren (vergl. auch Rosenberg 08). Hier bei Trolliiis dagegen
vermisst man im Ruhestadium vollständig solche spezifisch
hervortretende Chromatinklümpchen. Die winzigen, sichtbaren
Chro-matinkörner Figg. 24 u. 25 sind in einer sehr grossen Anzahl
vorhanden und gleichmässig über das Lininnetz verteilt.
Miyake (05) hat bei den von ihm untersuchten Pflanzen ein
Ruhestadium der Sporenmutterzellen beschrieben, das dem in Figg. 24,
25 dargestellten gleicht. Auch Mottier (07) gibt über dasselbe
Stadium eine Charakteristik, die auch für Trolliiis zutrifft (vergl. z.
B. die Fig. 4 Mottiers von Podophyllum mit meinen Figg. 24, 25).
Mehrere andere Forscher haben auch ähnliche Auffassungen über
das Ruhestadium im allgemeinen ausgesprochen, und es scheint
mir, als ob diese Abwesenheit individueller, sichtbarer Kernelemente
im ruhenden Nucleus gewisser Pflanzen ein wichtiger, bei der
weiteren Entwickelung der Gamosomentheorie zu berücksichtigender
Faktor wäre (vergl. auch die Angaben von Lagerberg und
Rosenberg 08). — Overton (05) sieht jedoch in den ruhenden
Gonoto-konten der mit Trollius nahe verwandten Thalictrum und Helleborus
{nebst einigen anderen Dieotylen) stärkere Chromatinhäufchen, »die
in fast allen Präparaten bei sehr jungen Zellen deutlich her
vorliefen und gezählt werden können, wobei es sich herausstellt, dass ihre
Zahl immer mit der der somatischen Chromosomen übereinstimmt.»
Gleichzeitig nennt er als Vertreter dieses Stadiums die Figg. 5, 6 u. 39,
40 (1. c. 05 Taf. 6). Es scheint mir jedoch, als ob Overton in diesen
Figuren Kerne abgebildet hat, die das typische Ruhestadium eben
hinter sich und sich zum Eintreten in die Synapsis vorbereitet
hätten. Nach dem Aussehen des Linins in seinen Figuren zu
urteilen (besonders Figg. 39 u. 40 von Helleborus), könnte man
diese mit meinen Figuren 26, 27, 28, 29 a u. b, welche die ersten
Entwicklungsstufen nach dem Ruhestadium zeigen, vergleichen.—
Wenn die Kerne das Ruhestadium eben verlassen haben und die
Prophase beginnen sollen, sieht man an dünnen, tangentialen
Schnitten, dass das Chromatin sich zu etwas grösseren Klumpen,
<3ie in dem übrigens ganz achromatischen Netzwerke eingebettet
liegen, zusammengezogen hat, Fig. 26. Einige dieser Klumpen
sind doppelt, wie man in der Figur sieht, wenn auch nicht alle.
Die Tendenz zur paarigen Anordnung der Cliromatinelemente macht
sich also sofort nach dem Verlassen des Ruhestadiums, wenigstens
zum Teil, geltend (vergl. unten).
Bei Calendula, Achillea usw. (siehe oben) waren schon im Ruhe-
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