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später dieselbe Lage wie vorher einnehmen, obwohl sie bedeutend
kürzer sind. Wenn sie so weit verkürzt und verdickt sind, dass
sie nur die Länge des Radiums haben, geben sie dem Kern ein
Aussehen, wie es Fig. 53 zeigt.
Nicht immer aber legen sich die langen Chromosomenschlingen
so, wie ich es oben beschrieben habe. Es geschieht, wenn auch
nicht eben häufig, dass sie ich auch ferner nicht berühren, und
sie nehmen dann später die Lage ein, die wir in Fig. 47 sehen.
Die Teilchromosomen der bivalenten Schlingen bleiben häufig
parallel (vergl. oben). Im gewöhnlichen Falle drehen sie sich
jedoch in den späteren Stadien, Figg. 54 a, b, c, d, umeinander.
In Fig. 55 sehen wir eine gebogene Schlinge, deren Enden am
Nucleolus verborgen sind. Eine solche Lage und auch eine solche
U-Förmigkeit der Doppelchromosomen ist sehr selten, und man
sollte nicht glauben, dass eine solche Umbiegung etwas mit der
Entwicklungsweise der Chromosomen zu tun hätte. Ähnliche
Ausnahmebildungen der langen bivalenten Schlingen habe ich auch bei
den Compositen beobachtet. Eine nur oberflächliche Betrachtung
würde leicht zu dem Glauben führen, dass die Doppelchromosomen
der Fig. 53 direkt aus solchen Bildungen wie Fig. 55 entstanden
wären. Hat man jedoch die Präparate vor Augen, muss man
finden, dass eine solche Erklärungsweise hier ganz unnatürlich ist,
weil solche Bildungen wie die in Fig. 55 eben zu den Ausnahmen
gehören, während die wirkliche Entwicklung in der obigen
Richtung geht, und dass auch solche Bilder wie Figg. 55, 64 d und 78 im
Sinne der Juxtappositionstheorie erklärt werden können. — Sehr
selten habe ich Doppelchromosomen wie das in Fig. 54 e gesehen,
dessen Entwicklungsweise und Bedeutung mir unbekannt ist.
Die Teilungsebene der Chromosomen in der zweiten
allotypischen Metaphase wird zuweilen schon vor der Diakinese, Fig. 53,
sichtbar. Dass diese Spaltung wirklich eine neu aufgetretene und
nicht etwa die frühere, im Zurückgehen begriffene Spiremspaltung
ist, wie Farmer und Moore und Mottier glauben, dürfte aus dem
oben über die Figuren Gesagten mit Notwendigkeit hervorgehen.
Bemerkenswert ist es, dass die Verkürzung und Verdickung der
bivalenten Chromosomen bei den einzelnen’ Paaren mit ungleicher
Geschwindigkeit verläuft, so dass in demselben Kern einige Paare
schon fertig entwickelt sein können, während andere diese Prozedur
eben begonnen haben, Fig. 56. — In Fig. 57 sehen wir ein Doppel-
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