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— 71 ein Zwischenstadium befände, in dem das gespaltete Spirem
sich in regelmässig geordnete Schlingen arrangierte, die sich dann
in der Weise, die Farmer und Moore nebst Mottier beschrieben
haben, später zu den endgültigen Doppelchromosomen, Fig. 71,
verwandelten.
Das Spirem bei Achillea verkürzt und verdickt sich im
allgemeinen sehr beträchtlich, ehe noch die Spaltung begonnen hat, so
dass die Doppelchromosomen schon von Anfang an recht kurz,
dick und gerade sind. Bei Matricaria dagegen spaltet sich das
Spirem schon früh, und die Sehlingen verkürzen sich ganz
allmählich, während ihre beiden Spalthälften sich zugleich immer
schärfer von einander trennen, wie in den Figuren zu sehen ist.
Die Spalthälften sind, wie gesagt, schon von Anfang an um
einander gedreht, Fig. 64 a usw. sie können aber bisweilen auch ganz
parallel bleiben wie in Figg. 64 b, 61 und 63.
Oben beschrieb ich bei Trollius, dass die
Doppelchromosomen-schlingen sich häufig in einander verwirren und dadurch das
sogen, »second contraction»-Stadium entsteht. Ebensowenig wie bei
Trollius habe ich bei den Compositen gefunden, dass dieses Stadium
etwas spezifisch Eigentümliches mit sich bringe. — Die Verkürzung
der bivalenten Chromosomenschlingen verläuft bei Matricaria im
allgemeinen ruhig und ohne Störungen, was sich daraus erklärt,
dass es hier nur 9 solcher Schlingen gibt, so dass sie in der
Kernhöhle gut Platz haben; daher sind auch »second contraction
»-Stadien hier seltener als z. B. bei Trollius.
Diejenige Phase des Strepsinemas, in der sich
»contraction»-ähnliche Figuren einzufinden pflegen, ist durch die Figuren 61, 62
und 63 veranschaulicht. Von diesen drei Figuren, die das
Aussehen der Kerne kurz nach der Spaltung und während oder gleich
nach der Segmentierung sehr gut charakterisieren, sind die Figg.
61 und 63 die häufigsten, wobei zu bemerken ist, dass Fig. 61
jünger als Fig. 63 und dass in der letzteren die Segmentierung
wahrscheinlich schon vollendet ist.
Bei Matricaria sieht man auch, wenn auch nicht grade allzu häufig,
dass die (segmentierten) Spiremschlingen sich in einander verwirren,
Fig. 62, und diese Erscheinung hat hier ganz dasselbe Aussehen
und dieselben Ursachen .wie bei Trollius. In Fig. 62 sehen wir
deutlich, dass die einzelnen Doppelschlingen durch den Knoten
passieren, während ein anderer Faden von den übrigen ganz getrennt
ist. Die Fig. 62 ist also nur eine Abart des in Fig. 61 gezeichneten
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