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nen vor der Chromosomenbildung der heterotypischen Teilung
auftretendes Stadium sei oder nicht». Overton (05) hat deutliche
derartige Stadien bei Podophijllnm (1. c. Figg. 59, 60 und 61 Taf.
VII) abgebildet, auch bemerkt er, dass die gewundenen freien
Chromosomenpaare häufig mit ihren inneren Enden am Nucleolus
haften und von dem letzteren ausstrahlen (vergl. seine Fig. 62 Taf.
VII), ein Stadium, das mit den meinigen Figuren 53, 68 und 76
übereinstimmen dürfte. Endlich hat auch Rosenberg (07 und 08)
»second contraction»-Figuren von Hieracium gegeben (l. c. 07 Fig.
12 Taf. I und 08 Fig. 11 Taf. VII).
Den Autoren gegenüber, die die »second contraction» für ein
wichtiges und notwendiges Stadium in der Entwicklung der
heterotypischen Chromosomen, also durch einen inneren Trieb
entstanden, halten, habe ich oben zu zeigen versucht, dass diese
eigentümliche Anordnung der bivalenten Chromosomenschlingen im
Strepsinema eine sekundäre und dadurch verursachte Erscheinung
ist, dass die Chomosomen bei ihrer Verkürzungs- und
Verdickungs-prozedur häufig durchaus passiv auf ihre eigene und gegenseitige Lage
in der Kernhöhle einwirken. Dieses Stadium, oder vielmehr diese
Lage der Schlingen steht also, wenigstens bei den von mir
untersuchten Pflanzen, in keinem Zusammenhange mit der inneren
Ausbildungsweise der bivalenten Chromosomen, wie Farmer, Moore
und Mottier behaupten. Es gibt nichtsdestoweniger den Kernen
in gewissen Phasen des Strepsinemas ein charakteristisches
Aussehen, ohne dass man jedoch sagen kann, dass es ein regelmässig
auftretendes und notwendiges wäre. Man hat es auch mit der
Synapsis verglichen (Miss Sargent 96, 97 nannte es zuerst »second
synapsis»), es besteht hier aber der Unterschied, dass in der Synapsis
durchgreifende Veränderungen des Chromatins stattfinden, während
die Chromatinveränderungen, die in der »second contraction»
vorliegen, jedenfalls nur äusserliche sind. —
Im allgemeinen habe ich meine Untersuchungen auch auf die
Erscheinungen, die nach der Diakinese stattfinden, ausgedehnt; da
ich aber nichts Neues darüber mitzuteilen habe, verzichte ich auf
eine Besprechung derselben. Die Chromosomen in der Metaphase
I sind gewöhnlich verschieden lang, ich habe jedoch keine
Vergleiche über das konstante Auftreten der verschiedenen Längen
angestellt.
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