- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 3. 1909 /
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man ein Stück schwarzes undurchsichtiges Papier unter das
Objektglas legt, so sieht man leicht, wie der stahlblaue Glanz mit
verschiedener Stärke von verschiedenen Stellen ausgeht. Es lassen
sich nun leicht besonders stark glänzende, unregelmässig begrenzte
Flecke unterscheiden. Von diesen aus erstrahlt gleichsam die ganze
Zelle mit der gleichen Stärke. Andere Zellen dagegen leuchten
schwächer, und das Licht kommt vielmehr nur von einem Teil der
Zelle her. Hieraus geht indessen hervor, dass die Reflexion nicht
immer gleich stark ist, und zwar weder von der ganzen
Sprossober-fläche noch auch nur von allen reflektierenden Zellen aus.

Untersucht man den Nitophyllum-Spross mikroskopisch, so nimmt

Fig. 1. Nilophylliim longatense. Oberfiäehenzellen mit Chromatophoren und
lichtreflektierenden Inhaltskörpern.

man leicht wahr, dass die allermeisten Oberflächenzellen einen
unregelmässig geformten, schwach körnigen Körper von ziemlich
wechselnder Grösse und Form enthalten. Der Farbe nach ist er an in
4 %igem Formalin-Meerwasser konserviertem Material schwach
gelbbraun oder ganz farblos. Fig. 1—4 zeigen, wie dieser Körper
sich in verschiedenen Zellen ausnimmt. Von diesem Körper aus
wird das Licht reflektiert. Wir haben es hier demnach mit
lichtreflektierenden Inhaltskörpern von genau derselben Art zu tun, wie
sie Kny bei Chondriopsis coerulescens zuerst beschrieben und
abgebildet hat (Morphologie von Chondr. coerulescens, S. 11, Fig. 9 der
Tafel), und die dann auch — wenn auch von wechselnder Form
— von Berthold in allen den von ihm uniersuchten irisierenden
Algen nachgewiesen worden sind.

Svensk Botanisk Tidskrift 1909. 12

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