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Heizwirkung verschmelzen die meisten Prochromosomenstäbchen
zu einem mehr oder weniger verzweigten dicken Chromatinfaden.
Ich kann also meine früheren Angaben durchaus bestätigen, nur
dass die Anzahl der Chromatinkörner nicht schwankt, sondern im
Beginn der Reizung mit der Chromosomenzahl ziemlich gut
übereinstimmt. Huies Angabe, dass auf dem Höhepunkt der Reizung
die chromatische Substanz »into a delinite number of V-shaped
segments, — eight in Drosera» konzentriert sei, trifft dagegen nicht
zu. Erstens beträgt die Anzahl der Chromosomen bei D.
rotundi-folia 20, und dann geht die »Aggregation» bis zur Vereinigung der
ursprünglich isolierten Chromatinkörper weiter, jedenfalls zum Teil.
Indessen habe ich bei meinen fortgesetzten Untersuchungen über
diesem Gegenstand einige neue und, wie mir scheint, nicht
uninteressante Beobachtungen gemacht, die ich im folgenden näher
schildern werde.
Versuche mit Pepton. Pepton wurde den Blättern von D.
rotun-difolia und obovata in Pulverform gegeben, und dieselben dann zu
verschiedenen Zeilen mit Flemmings Chrom-Osmium-Essigsäure
fixiert. Einigen der Blätter wurde gleichzeitig mit dem Pepton auch
1 X Natriumkarbonat gegeben, um die Veränderung der Kerne bei
alkalischer Reaktion der Flüssigkeit zu beobachten. Ich werde
hier nicht auf diese letzteren Versuchsserien näher eingehen, nur
einige der auffälligsten Kernstrukturen schildern. Die im folgenden
beschriebenen Kerne stammen alle aus der Epidermis-Schicht der
Tentakeln.
Fig. 8 zeigt das Aussehen des Kerns im ungereizten Zustande,
die Anzahl der Prochromosomen an der Kernwand beträgt
ungefähr 27—30, wie ich durch Vergleich des nächsten Schnittes mich
überzeugen konnte. Hier und da liegen einige Prochromosomen
einander genähert. Figg. 9—11 zeigen Kerne nach zweistündiger
Einwirkung von Pepton und Natriumcarbonat, bei alkalischer
Reaktion des Schleimes. Die Chromatinansammlung hat mächtig
zugenommen. Der in Fig. 11 abgebildete Kern zeigt eine Struktur,
die sogar an das Spiremstadium erinnert. Figg. 13, 14 zeigen einen
Kern nach etwa 24-stündiger Einwirkung. Der Schleim zeigte nach
Prüfung mit Lackmus saure Reaktion, trotz des vorigen Zusatzes
von Alkali. Dieser ist also durch Ausscheidung irgend einer Säure
aus den Blattzellen neutralisiert worden. Die chromatische
Substanz hat stark zugenommen und bildet dicke Fäden.
Auffallend ist nun hierbei eine Erscheinung, die ich mehrmals
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