- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 5. 1911 /
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1. Bei Eranthemum nervosum Yahl R. Br. und Phaylopsis pari’iflora
Willd. sind die Perlhaare Eniergenzen- Sie sind sehr klein, etwa
V4 mm. im Durchmesser, ziemlich dicht zusammenstehend, haften
fester am Blatte als die gewöhnlichen Perlhaare und entbehren der
für derartige Gebilde sonst typischen glashellen Durchsichtigkeit. Sie
enstehen als kleine Warzen auf der Blattunterseite bei Eranthemum
bisweilen auch auf der Oberseite) und bauen sich mittelst eines
Kambiums auf (Fig. 6 h). Bei Eranthemum findet sich in jeder
Zelle ein grosser Oeltropfen selten mehrere . bei Phaylopsis deren
zahlreiche kleinere Fig. 7).

2. Die Perlhaare der Ruellia brevifolia — unter diesem Namen
aus dem botanischen Garten Kopenhagens erhalten — messen
weniger als 1 t mm. im Durchmesser und sind somit die kleinsten
aller bisher beschriebenen Perlhaare. Sie finden sich hauptsächlich
auf den jüngsten Stengelteilen und den Blattstielen. Ihrem Ursprung
nach sind sie reine Trichome, stammen aus einer einzigen
Epi-dermiszelle und weichen auch durch ihre Durchsichtigkeit von den
oben beschriebenen Aeanthazeen-Haaren ab. Durch ihre Form
vertreten sie einen ganz besonderen Typus: ihre Zellen sind bald
einreihig zu einem keulenförmigen Körper, bald zu unregelmässigen
Körpern verschiedener Form verbunden (Fig. 11

Caricaceae. Die Perlhaare der Carica Papaya L. kommen
einzeln auf den Blattstielen und den jungen Internodien vor. Die die
Perle aufbauenden Zellen sind hier von eigentümlicher Gestalt
(Fig. 8). Sehr lang und keulenförmig strecken sie sich von der Basis
des Haares bis zum Scheitel. Das Oel ist ganz spärlich in den
keulenförmigen Teilen der Zellen aufgespeichert. Obwohl diese
Perlhaare Emergenzen sind, kann man hier keine Epidermisschicht
von dem inneren Gewebe unterscheiden.

Ampelidaceae. Am meisten kompliziert sind die Perlhaare der
Ampelideen Fig. 9. 10. Sie besitzen eine Epidermis aus kleinen Zellen,
welche ein grosszelliges inneres Gewebe umschliessen Fig. 10). Am
Scheitel des Haares findet sich bei den meisten Arten in der
Epidermis eine Spaltöffnung, deren Schliesszellen Chloroplasten und
Stärke enthalten. In den Zentralzellen kommt ausser Oel noch
Zucker vor. Die von d’Arbaimont und Penzig in diesen Zellen
beobachteten, proteinartige Stärkekörner enthaltenden Tropfen
scheinen mir degenerierte Chloroplasten zu sein. Kreuz
beobachtete bei Ampelopsis hederacea Meh.. dass sich unter dem Perlhaare
eine Lenticelle auszubilden pflegt, was auch für die anderen Am-

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