- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 5. 1911 /
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Taf 3.

Flüssigkeit fixiert. Hier finden wir die als »typisch» angesehene
Kernform wieder. Diese Kerne befinden sich im Ruhestadium und
zeigen den Bau, wie er oben im vorhergehenden Kapitel geschildert
worden ist. Wir finden so einen deutlichen, mehr oder minder
stark gefärbten Xukleolus sowie ein Netzwerk mit zahlreichen
kleinen Chromatinkörnern. Eine genaue Zählung derselben ist, wie
gesagt, nicht möglich. Ihre Anzahl beträgt indessen sicher über
80. An jedem der beiden in Fig. 40. Taf. 3, abgebildeten Kerne
können über 40 Stück gezählt werden, und da ein Kern zwei
Schnitten angehört, bin ich dadurch zu der Schätzung derselben
auf etwas über 80 gekommen.

Fig. 41, Taf. 3, zeigt das Bild des frühesten Prophasenstadiums,
das ich beobachtet habe. Die Chromatinkörner nehmen an Grösse
zu und treten deutlich in Reihen längs gewissen Hauptlinien
geordnet hervor. Man erhält den Eindruck, dass sie gleichsam
zusammenkriechen und sich längs gewissen Lininfäden ordnen, während
sie sich von anderen zurückziehen. Fig. 42, Taf. 3, zeigt eine
Fortsetzung der Prophase. Nun beginnen mehr und mehr grössere
distinkte Chromosomen hervorzutreten, während andererseits auch
gewisse von den Fäden des Xetzwerkes wie gröbere oder schmälere
Bänder aussehen. Sowohl das vorhergehende als besonders dieses
Stadium haben unzweifelhaft ein spiremartiges Aussehen, was darauf
beruht, dass das Chromatin in bandähnlichen Reihen verdichtet
worden ist. Von einem eigentlichen Spiremstadium kann man
jedoch kaum sprechen. Bald treten indessen die Chromosomen
immer deutlicher hervor und nehmen an Umfang zu, und bald
gelangt man zu dem sehr charakteristischen Stadium, wie es in
Fig. 43 und 44. Taf. 3, abgebildet ist. Die nun stark markierten,
scharfrandigen Chromosomen sind gleichförmig in der ganzen
Kernhöhle verteilt, mit einander mittelst feiner Lininfäden verbunden.
Zu diesem Zeitpunkt hat der Kern seine Form geändert und
gleichzeitig höchst wesentlich an Volumen zugenommen. Er ist
birn-förmig, nach dem einen Ende hin sich etwas verschmälernd,
doppelt so lang als breit. Die in diesem Stadium äusserst deutlichen
Chromosomen sind nun auch in günstigen Fällen leicht zu zählen,
und wiederholte Zählungen haben ergeben, dass die somatischen
Kerne der Tetrasporenptlanze annähernd 40 Chromosomen
haben. In Fig. 43, Taf. 3, sind 38 Chromosomen deutlich erkennbar,
in Fig. 44. Taf. 3, sieht man 37. Da der Nukleolus ziemlich gross
ist und stets verschiedene Chromosomen dicht neben und auf ihm

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