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Taf 3.
Chromosomenzahl. Fig. 54, Taf. 3, zeigt ein frühes
Prophasenstadium des Kerns einer weiblichen Pflanze, entsprechend dem in
Fig. 41, Taf. 3, abgebildeten des Kerns der Tetrasporenpflanze. Die
Chromatinkörner ordnen sich gleichsam längs einigen wenigen der
Lininfäden des Netzwerkes, während sie von den anderen
verschwinden. Die Chromatinarmut hier im Vergleich mit der
Chro-matinmenge in Fig. 41 ist aber offenbar. Das nächste Stadium, das
ich bei dem Kern der weiblichen Pflanze gesehen, findet sich in
Fig. 55, Taf. 3, dargestellt, wo gewisse grössere Chromatinkörner
vor den übrigen hervorzutreten beginnen. Es sind offenbar die
Chromosomen, die sich nun zu entwickeln beginnen. Das nächste
Stadium finden wir in den Figuren 56 und 57, Taf. 3, deren
Übereinstimmung mit Fig. 43 und 44 ja ohne weiteres in die Augen
lallt. Ganz wie es bei dem Kern der Tetrasporenpflanze in diesem
Stadium der Fall war. findet nun auch bei der weiblichen Pflanze
eine sehr deutliche Volumzunahme statt, die darin resultiert, dass
der Kern länglich-eiförmig, doppelt so lang wie vorher, wird. Nun
können die Chromosomen sicher gezählt werden, und wiederholte
Zählungen haben ergeben, dass die somatischen Kerne der
weiblichen Pflanze 20 Chromosomen haben. Genau diese
Chromosomenzahl findet sich in den Kernen, die in Fig. 56 und
57 abgebildet sind. Und noch so viele andere Kerne habe ich
durchgezählt, wo die Anzahl der Chromosomen genau auf 20 hat
festgestellt werden können, dass nicht der mindeste Zweifel daran
herrschen kann, dass dieses die definitive Chromosomenzahl der
weiblichen Pflanze ist. Die sichere Feststellung dieser Zahl ist in
der Regel viel einfacher bei der weiblichen Pflanze, da die
Chromosomenzahl hier relativ gering ist, im Gegensatz zur
Tetrasporenpflanze, wo sie bis zu 40 beträgt. Im übrigen lässt ja bereits ein
flüchtiger Vergleich zwischen den Figuren 43, 44, Taf. 3,
einerseits und Fig. 56, 57, Taf. 3, andererseits erkennen, dass diese im
übrigen so ähnlichen Stadien sich von einander durch eine
markante Verschiedenheit der Chroniosomenzahl unterscheiden.
In Fig. 58, Taf. 3, sieht man das Stadium, in dem sich die
Chromosomen in der Äquatorialplatte ordnen, also die Metaphase.
Das Lininnetzwerk ist nun verschwunden und ebenso die
Eckigkeit. die die Chromosomen im vorhergehenden Stadium auszeichnet.
Dagegen sieht man schwach die Polfasern der Kernspindel. Fig.
59 und 60. Taf. 3, zeigen Bilder der beginnenden Anaphase. Die
zu den verschiedenen Kernen abgeteilten Chromosomen treten ziem-
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