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eine Abschnürung des oberen Teils des Spermatangiums
stattgefunden, so müsste der Wandteil irgendwie an dem soeben entlassenen
Spermatium zu sehen sein. Das ist aber nicht der Fall. Um
Miss-verständnisse zu vermeiden, sei erwähnt, dass Fig. 28 und 29 (Taf.
6) nach Spermatien gezeichnet sind, die vor so kurzer Zeit entlassen
waren, dass sie noch an dem männlichen Blatte hafteten, wie es in
Fig. 17, 18, Taf. 5 zu sehen ist. Das Spermatium wird also
als ein nackter, nur durch eine plasmatische Hautschicht
begrenzter Körper entlassen, der sich in diesem Zustande
schon vollentwickelt im Spermatangium findet. Ferner
müsste man, wenn eine Abschnürung stattiindet, unbedingt
Übergangsstadien finden, wobei das Spermatangium in seinem oberen
Teile sich scharf zusammengekniffen zeigte, und solche Stadien wären
natürlich vorzugsweise eben dann zu erwarten, wenn im Inneren das
Spermatium reif ist wie in Fig. 27, Taf. 6. Ich habe indessen nie
solche Stadien beobachtet, obwohl ich eine sehr grosse Menge
verschiedener Entwicklungsstadien daraufhin durchgemustert habe.
Andererseits habe ich freilich an lebendem Material das Entlassen
des Spermatiums selbst nicht direkt beobachtet. Fig. 16 (Taf. 5)
scheint mir aber eine deutliche Vorstellung davon zu liefern, wie
dieses vor sich gehl. Aus bereits oben angegebenen Gründen halte
ich es indessen für völlig ausgeschlossen, dass hier bei Delesseria
sanguinea eine Abschnürung in der Weise vor sich ginge, wie
Yamanouchi es für Polysiphonia violacea beschreibt. Dagegen
bestätigen alle meine Beobachtungen die Richtigkeit der Angabe
Kuckuck’s (Bemerkungen, S. 255), wonach »jedes Spermatangium
durch eine papillenförmige Öffnung der gelatinösen Aussenschicht
ein sich kugelig abrundendes Spermatium entlässt».
Ich habe in anderem Zusammenhange (»Bau und Entwicklung
der Florideengattung Martensia», S. 69, 70) diese Frage behandelt,
dabei mein Urteil nur auf die in der Litteratur zugänglichen
Figuren und Notizen stützend, und bin damals zu dem Resultate
gekommen, dass auch bei Delesseria die Spermatien durch einen
Ab-schniirungsprozess frei würden. Dies ist indessen nicht der Fall,
wovon ich mich nun durch ein genaueres Studium der
Entwicklungsgeschichte habe überzeugen können. Was mich besonders
damals zu der obenerwähnten Ansicht führte, war Buffham’s Bild
von den Spermatien bei Delesseria sanguinea in dem Aufsatze »Ön
the Antheridia etc. of some Florideae», Taf. XIV, Fig. 30 im Verein
mit meinen damaligen Martensia-Studien. Ich fasste nämlich —
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