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abstehend, ihre Form und Anordnung war nicht zu erkennen.
Länge der Zelle 18 fi, Breite 7—8 fi, Länge der Nadeln c. 15 fi.
Peridinium aciculiferum Lemm. fand ich sehr selten am 15. X.
und 13 XI. 1911, aber ziehmlich häufig und dominierend in dem
Plankton, das ich am 3. XII. 1911 und 6. I. 1912 unterm
Eise-fischte. Der See gefror am 28. X. 1911. Lemmermann (03, S. 86—90)
hat dieses Peridinium im Müggelsee Februar—April 1899 bei einer
Temperatur 4,»5°—12,i° C.1) gefunden; Ostenfeld (05, S. 1110,1126)
fand es in Planktonproben von Thingwallavatn (Island) Januar—
Juni 1904 mit Maximum im Februar—März bei 1°—2° C.; G. S.
West (09, S. 186) fand es ebenfalls als Friihjahrsplanktont in
Brace-bridge Pool im Februar—März 1907 und Januar—März mit
Maxima bei 5,9° und 5,i° C. Woloszynska (11) hat es in Teichen der
Stadt Lemberg im Februar unter dicker Eisdecke bei einer
Wassertemperatur von 0° C. gefunden. Ich fand oft, besonders in der
Probe vom 3. XII. 11 die dünnwandigen Propagationszysten, wie sie
West (09, S. 187, Fig. 22) beschreibt.
Fig. 4 zeigt ein Gebilde, das sehr selten in der Probe 15. X. 11
vorkam. Die Zellen waren von etwa hexagonaler, kurzer
Prismengestalt mit zwei aufgesetzten Pyramiden. Um die Mitte waren zwei
Beihen von paarigen Höckern, 6 Höckern in jeder Beihe; die
Endpyramiden waren in Spitzen ausgezogen. Die Zellwand war
ziemlich dick und der kontrahierte bräunliche Inhalt wies einen
tiefroten Augenfleck auf. Die Länge betrug 40 fi, die Dicke 20 fi. Ich
glaubte sofort, dass ich eine Peridineenzyste vor mir hatte, welche
Ansicht Herr Dr. E. Lemmerman auf Anfrage auch gütigst bestätigt
hat. Dr. Lemmermann hat mich ausserdem darauf aufmerksam
gemacht, dass Tanner-Fullemann ein ähnliches Gebilde als
Po-lyëdrium Chodatii Tanner beschrieben hat. Ein Vergleich zwischen
meiner Form und Tanner’s veröffentlichten Figuren und auch den
Originalzeichnungen, die er mir freundlichst überlassen hat, erweist
auch, dass die gefundene Zyste mit Tanners Alge identisch ist.
Ich glaube deshalb, dass Pohjëdrium Chodatii Tanner ein
Entwicklungsstadium einer Peridinee und zwar eines Glenodinium ist, und
dass es als Chlorophycee zu streichen sei. Ich habe die Zyste nur
einzeln gesehen. Im Plankton kommt auch sehr spärlich ein
Glenodinium vor, von welchem ich nur eine ungenügende Abbildung
geben kann (Fig. 5). Dr. Lemmermann, der die Zeichnung
gesehen hat, hält es für eine neue(?) Spezies. Eine genaue Beschreib-
’) In Lemmermann (10) p. 667 steht fehlerhaft 2,9—12,1° C,
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