- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 7. 1913 /
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Die innere Struktur der Samenanlagen ist kaum von anderen
als Hofmeister (71, S. 630) und Artopoeus (3, S. 344) studiert
worden. Ihre Angaben sind aber sehr summarisch gehalten. Der
Embryosack ist von einem Tapetum umgeben. Es wird aus der
innersten Schicht des Integuments gebildet (nach Artopoeus bei
Epacris impresso und Styphelia-Arten).1 Hofmeister (70, S. 185;
71, S. 535) führt die Epacridaceen unter den Familien, deren
Endo-sperm durch sukzessive Zellteilung ausgebildet wird, auf.
Artopoeus hat nachgewiesen, dass das Vorderende des Embryosackes
bei Epacris impresso und Styphelia-Arten namentlich nach der
Befruchtung zu einem Haustorium erweitert wird. Dagegen scheint
er kaum irgend ein Haustorium an der Chalaza gesehen zu haben.
Abbildungen wurden nicht mitgeteilt.

Meine eigenen Untersuchungen beschränken sich auf einige
Beobachtungen an Epacris impresso und Lebetanthus americanus,a welche
Vertreter von zwei der drei von Drude (35) aufgenommenen Tribus
sind. Zum dritten gehört u. a. Styphelia.

Bei Epacris impresso wächst der befruchtende Pollenschlauch
durch die Mikropyle zum Eiapparat heran. Die eine Synergide
wird zerstört. Die Antipoden sind bereits in diesem Zeitpunkt
degeneriert. Die primäre Endospermzelle wird bald quergeteilt (Fig.
5 c). Durch eine zweite Querteilung beider Zellen entsteht eine
Reihe von vier hinter einander liegenden Endospermzellen. .letzt
entstehen auch Längswände, am häufigsten zuerst in den zwei
mittleren Zellen (Fig. 5 d). Terminale Zellen wachsen zu Haustorien
aus. Das mikropylare ist etwas grösser als das chalazale (Fig. 5 e).
Auch bei Lebetanthus kommen zwei Endospermhaustorien vor (Fig.
5 f). In den völlig entwickelten Haustorien sind die
Zellbegrenzungen aufgelöst. Bei Lebetanthus — die Samen waren fast reif —
war das Plasma von zahlreichen Zellulosebalken durchsetzt (Fig.
5 g). Sie schienen stets von der stark verdickten Wand des
Hau-storiums auszustrahlen. Die meisten Endospermzellen sind mit
Proteinkörnen vollgepfropft. Nur die den Haustorien nächstliegenden

1 Hofmeister hat diese Schicht bei Epo.cris grandiflora als zu dem Nuzellus
gehörend unrichtig aufgefasst.

2 Von dieser Art untersuchte ich Alkoholmaterial, das von P. Dusén an der
Magellans-Strasse am 1(5. April 1896 eingesammelt wurde. Eine unrichtige Angabe
von sowohl Bestham et Hooker (7, II, S. 616) als Drude (35, S. 73) mag hier
berichtigt werden. Sie geben die Fruchtfächer von Lebetanthus als 1—2-samig an.
Im DusÉs’schen Material fand ich stets in jedem Fache mehrere entwickelte Samen.

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