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Bei den Arten mit traubenförmigen Blütenständen (allen nordischen
ausser P. uniflora) fand ich im Frühling, bevor eine sichtbare
Entwicklung stattgefunden hatte, die obersten Blüten kaum angelegt,
während die untersten weit fortgeschritten waren. Die vier
Archespore der Antheren waren deutlich. Ihre Zellen hatten aber
noch nicht das Pollenmutterzellstadium erreicht. In den
Fruchtknoten war von den Samenanlagen nichts zu sehen. Bei P.
uniflora, die früher als unsere anderen Arten blüht, fand ich am 21.
April 1912 Pollenmutterzellen in den Antheren und die ersten
Anlagen der Samenknospen am Zentrum der Plazenten. Dagegen
fanden sich keine an deren Peripherie. Sie entstehen somit in
zentrifugaler Folge, was auch von den übrigen Arten gilt. Bei
diesen erreichen die ältesten Blüten die soeben für P. uniflora
geschilderte Entwicklungsstufe im mittleren Schweden erst Mitte Juni.
Agardh (1, S. 87) gibt die Samenanlagen der Pyrolaceen als
he-terotrop an. Bei den Pyrola-Arleri fand ich sie nicht so regelmässig
angeordnet, was aber mit ihrer so ausserordentlich grossen Anzahl
zusammenhängen könnte.
Die Reduktionsteilung der Pollenmutterzellen und der
Embryosackmutterzelle geht dem Aufblühen nur kurz voraus. Die bei
der Anlegung der Samenanlagen wahrzunehmende Ungleichzeitigkeit
setzt sich auch später fort. Die Archesporkerne sind sehr klein.
Ich habe jedoch feststellen können, dass die haploide
Chromosomenzahl bei Pyrola chlorantha, rotundifolia und uniflora 16 beträgt.
Bei P. media ist sie vielleicht etwas höher. Die Pollenkörner der
meisten Pyrola-Arten sind zu Tetraden vereinigt; bei P. secunda und
den Monolropoideen sind sie frei. Die völlig entwickelten
Pollenkörner von Pyrola rotundifolia, secunda und uniflora habe ich
zweikernig gefunden. Die generative Zelle war somit ungeteilt, was
bereits Strasburger (137, S. 21) für P. rotundifolia und Oliver
{107, S. 317) für Sarcodes sanguinea nachwiesen. Bei allen bisjetzt
untersuchten Arten [vier Pyrola-Arten und Monotropa Hypopitys
(3, S. 328 u. 334), Sarcodes (107, S. 317)] fehlen den
Antheren-wänden fibröse Zellen wenigstens im grössten Teil des Pollensackes.
Die frühere Entwicklung der Samenanlagen ist nur bei Monotropa
Hypopitys [Strasburger (137, S. 34); Koch (<S.9)] und Sarcodes
(Oliver (107, S. 321 u. 322)] untersucht worden. Bei allen
Pyrolaceen kommt ein einziges Integument vor. Der Nuzellus besteht
aus der Epidermis und einer axilen Zellreihe. Bei den beiden
erwähnten Arten werden niemals mehr als drei Tetradenzellen aus-
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