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Mehr oder weniger tief geteilte Griffel haben die Empetraceen ■/.. B.
mit Clethra und Pyrola gemeinsam. Die Frucht ist eine Steinbeere
bei Arctostaphylos und den Styphelieen. Am interessantesten sind
aber solche Typen, die die meisten Eigentümlichkeiten der
Empe-/raceen-Blüten in sich vereinigen. Wir wollen hier auf zwei
derartige aufmerksam machen. Die /iYiVneeen-Gattung Tripetaleia hat
drei freie Kronenblätter und einen dreifächerigen Fruchtknoten (vgl.
C.orema). Der Bau des Andröceums schwankt, kann aber auf einen
aus drei Staubblättern bestehenden Wirtel beschränkt sein. Hei
der sehr nahestehenden Gattung Elliottia ist der vierfächerige
Fruchtknoten nur viersamig. Alle Blütenkreise der Salaxideen-Gattung
Sympieza sind 2-zählig. Überhaupt würde das Diagramm einer
vollständigen hermaphroditen Blüte von Ceratiola in ihren weiblichen
Blüten stehen die Fruchtblätter vor den Kronenblättern — von dein
einer Sytnpieza-lilüle nur durch das Fehlen des einen
Staubblattwir-tels bei der letzten abweichen (vgl. :iö, S. 23, Fig. 13 D). Bei
beiden Gattungen sind die Fruchtfächer einsamig. Bei Sympieza sind
der Kelch und die Krone verwachsenblättrig (vgl. 7 u. ,’}5).
Es gibt demnach kein einziges Merkmal im Blütenbau der
Empetraceen, das sich nicht bei völlig sicheren Bicornes-Typen
wiederfindet. Auch nicht die Polygamie oder die Dioecie der Empetraceen
ist den Bicornes ganz fremd. Die /inVaceen-Gattung Epigaea ist
nämlich funktionell dioecisch [vgl. z. B. Stevens (235)]. Vielleicht
könnte man eine Verschiedenheit in den aufrechten apotropen
Samenanlagen der Empetraceen sehen wollen. Bei allen anderen
Bi-cornes-Typen mit einsamigen Fruchtfächern werden sie nämlich als
hängend beschrieben. Dass diese Abweichung von untergeordneter
Bedeutung in einem Verwandtschaftskreise ist, in dein heterotrope
Samenanlagen vorkommen, dürfte aus den obigen Ausführungen ohne
weiteres hervorgehen.
Wir haben jetzt einerseits gesehen, dass kein einziger Punkt der
Blütenmorphologie die Einreihung der Empetraceen in die
Bicornes-Beihe verhindert. Andererseits haben meine Untersuchungen neue
Tatsachen an den Tag gebracht, die in höchstem Grade dafür
sprechen, dass die Empetraceen ihren Platz in der ßitw/ies-Keihe haben.
Von den hierhergehörigen Familien kommen sie zweifelsohne den
Ericaceen am nächsten. Man kann sie als an die Anemophilie
an-gepasste und dadurch stark umgewandelte Abkömmlinge des
Erica-ceen-Typus betrachten. Man könnte sich sogar fragen, ob es nicht
angemessen wäre, die beiden Familien mit einander zu vereinigen.
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