- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 7. 1913 /
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Einzelnen bearbeitet worden ist. Doch dürfte das hier Angeführte
genügen, um eine allgemeine Vorstellung von dem Charakter der
Vegetation an diesem eigenartigen See zu gewähren.

Das Gebiet von Nord-Rhodesia, das wir von der Nordspitze des
Bangweolo an bis zum Südende des Tanganyika zu durchwandern
hatten, war zunächst von den gleichen Formationen wie westlich
des Sees eingenommen, diese gingen aber allmählich in
Trockenwaldformationen von einem anderen, im allgemeinen höheren Typus
innerhalb der hochgelegenen Gebiete über, die im Süden den
Tan-ganyika-See begrenzen. Was hier zu dieser Jahreszeit (Oktober
und November) das grösste Interesse darbot und auch besonders
studiert wurde, war die eigentümliche und reiche Kräutervegetation,
die in diesen Gebirgsgegenden vorkam, und die zu grossem Teil
aus Pflanzen mit kräftig entwickelten unterirdischen Teilen
bestand, durch welche die Überwinterung während der Trockenzeit
ermöglicht wird. Liliaceen kamen hier in Menge vor,
Zingibera-ceen der Gattungen Kaempfera und Costus entsandten ihre grossen
gelben, weissen oder violetten, ephemeren Blüten zu Tausenden aus
dem harten Boden, desgleichen Iridaceen (Morciea) und schöne
Erdorchideen, ausserdem aber zahlreiche mit unterirdischen Knollen
versehene Vertreter der verschiedensten Familien, innerhalb deren
solche Typen ganz fremd wirken. Erwähnt seien hier nur
beispielshalber mehrere aufrecht wachsende Vitaceenstauden, ein
ähnlicher Typus innerhalb der Passifloraceen-Gattung Adenia,
Cucurbitaceen sowie verschiedene Dorstenia-Arlen (Moraceen) mit
gewaltigen, merkwürdig geformten Knollen. Eine charakteristische
Strauchvegetation bildeten stellenweise, besonders gleich südlich
vom Tanganyika, ein paar bis mannshohe Barbacenia-Arten
(Vello-ziaceen), nun mit weissen Lilienblüten geschmückt. Umfangreichere
Sammlungen wurden hier in der Gegend von Lovingo, um Abercorn
herum sowie am Flusse Kalambo gemacht, welch letzterer die Grenze
gegen Deutsch-Ostafrika bildet, und wo wir einige erinnerungsreiche
Tage in der grossartigen Gebirgslandschaft verbrachten, die den
imposanten, über 200 m hohen, von dem Fluss hier gebildeten
Wasserfall umgiebt.

Am letzten November verliessen wir Rhodesia und langten in
Bismarckburg am Ufer des Tanganyika an. Längs diesem See,
der ohne längere Unterbrechung von seinem Süd- bis zum Nordende
überfahren wurde, kamen keine nennenswerten botanischen
Arbeiten zur Ausführung. Dagegen wurde eine so reiche Sammlung,

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